
Wunstorf (ds). „Ein bisschen Kunst und Kultur kann man im Bürgerpark erleben“, hob Ortsbürgermeister Thomas Silbermann hervor, um noch einmal zusammenzufassen, was sich an Engagement im Bürgerpark in den vergangenen Jahren manifestiert hat. Der Park sollte wieder ins Bewusstsein der Wunstorfer rücken, nachdem er jahrzehntelang ein Schattendasein gefristet hatte. Die Attraktivität dürfte sich weiter steigern, wenn die anstehenden Umbaupläne Gestalt annehmen – die Anträge seien geschrieben und bewilligt, nun müsse nur noch die Planung konkretisiert werden, sagte Silbermann am Dienstagmittag bei einem Ortstermin im Bürgerpark.
Aber auch Natur soll man erleben können im Park nahe der Fußgängerzone. Deswegen waren Verwaltung und Arbeitskreis Bürgerpark zuletzt auf Karl-Heinz Nagel vom Naturschutzbund Wunstorf zugegangen, um sich Anregungen zu holen. Nagel empfahl die Installation weiterer Nistkästen für verschiedene Vogelarten. Und aus der Anregung wurde Wirklichkeit, aus Mitteln des Ortsrates und auch des städtischen Haushaltes. Der Baubetriebshof installierte in den vergangenen Tagen 15 neue Nistkästen. Mit den zuvor schon etwa 10 vorhandenen Kästen ist die Zahl der Nisthilfen für Vögel nun auf rund 25 Exemplare angewachsen, die sich auch an weitere Vogelarten richten. „Das ist schon was“, sagte Silbermann.

Meisen, Stare, Rotschwänze oder Sperlinge können sich im Park nun zu Hause fühlen. Entsprechend unterschiedlich sind die Nistkästen gebaut, wie Wunstorfs Gartenbauchefin Kerstin Neff erklärte: sie unterscheiden sich sowohl in der Größe als auch bei der Form der „Eingangspforten“ – manche der Löcher sind kreisrund, andere ovaler.
Fünf der neuen Kästen sind speziell für Fledermäuse vorgesehen, was es in dieser Form zuvor im Bürgerpark noch nicht gab. Fledermäuse hingegen schon, wie Neff weiter erläuterte: Die Tiere fühlen sich auch in der groben Rinde von alten, großen Bäumen wohl. Das sei jedoch nicht der Grund, weshalb auch Stämme toter Bäume im Park stehen gelassen würden – diese sind für Insekten gedacht.

Auch neue Bäume sollen langfristig im Bürgerpark gepflanzt werden, weil der Bestand hauptsächlich eine identische hohe Altersstruktur aufweist. Doch damit werde noch gewartet, bis die Umgestaltungsarbeiten abgeschlossen sind, um nicht am Ende gerade neu gepflanzte Bäume wieder entfernen zu müssen.
Bewohnt sind manche der Nistkästen übrigens schon: Die Blaumeisen ließen sich heute dabei beobachten, wie sie die neuen Vogelapartments bereits rege nutzten. Silbermann, der dabei selbst mit gutem Beispiel vorangeht, regte an, die Idee auch im eigenen Garten umzusetzen und Vögeln eine Nisthilfe anzubieten: „Es funktioniert“, so der Ortsbürgermeister.
Nistkästen-eine gute Idee, solange die Bäume, an denen sie hängen oder die umgliegenden Bäume, nicht gefällt werden, wie Wunstorf es anscheinend gerne handhabt. Im heimischen Garten Nistkästen aufzuhängen, soll überlegt sein, wenn Katzen die Gartegrundstücke regelmäßig mit lauerndem Blick heimsuchen.Und man sollte die Tierfreundlichkeit anderer Anwohner überprüfen, genau solcher, die einen kleinen Igel rücksichtslos überfahren in einem Privatweg und dann liegenlassen, wie hier in Steinhude am gestrigen Abend, Privatweg Uferstraße 27-27f.
Sehr traurig und einfach feige.