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Schwimmen lernen bei der Luftwaffe: So funktioniert Schulschwimmen im Fliegerhorst-Hallenbad

24.02.2025 • Redaktion • 3 Min.Kommentare: 9

Schulschwimmen in Wunstorf ist derzeit etwas ganz Besonderes: Über 200 Grundschüler lernen momentan schwimmen mitten auf der Luftwaffenbasis: Das LTG 62 half aus, als das Wunstorfer Hallenbad schließen musste. So sieht es im Bundeswehr-Hallenbad aus …

24.02.2025
Redaktion
3 Min.
Wo sich sonst Soldatinnen und Soldaten fit halten und die erforderlichen Leistungsnachweise im Schwimmen erbringen, bekommen nun auch Grundschulkinder Schwimmunterricht | Foto: Bundeswehr/Martin Buschhorn

Wunstorf (red). Seit Ende 2024 ermöglicht der Fliegerhorst Wunstorf den Unterricht für acht umliegende Grundschulen: Als Ende vergangenen Jahres das städtische Hallenbad aus einer Verkettung von Problemen überraschend schließen musste, war der Kommodore des LTG 62 mit Wunstorfs Bürgermeister ins Gespräch gekommen – und Oberst Markus Knoll hatte kurzerhand das Schwimmbad des Fliegerhorstes angeboten, um den Grundschülern weiterhin das Schulschwimmen zu ermöglichen.

Denn alternative geeignete öffentliche Lehrbecken waren bereits sehr ausgelastet und wären auch nur mit langen Busfahrten erreichbar gewesen. Für Oberst Knoll war es keine Frage, dass der Fliegerhorst Hilfe anbietet: „Für mich war es selbstverständlich, dass wir als Bundeswehrstandort die Stadt Wunstorf und ganz besonders die Schülerinnen und Schüler unterstützen. Hierdurch können wir der Bevölkerung etwas für die uns entgegengebrachte Herzlichkeit und Unterstützung zurückgeben.“ So hatte es der Oberst auch beim Neujahrsempfang formuliert.

Oberst Knoll ist nicht nur der Kommodore des Lufttransportgeschwaders 62, sondern auch der Standortälteste des Fliegerhorstes. In dieser Funktion repräsentiert er den gesamten Fliegerhorst in der Öffentlichkeit. Am Standort sind neben dem LTG 62 viele weitere militärische Dienststellen ansässig. Neben dem Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (BwDLZ) und dem Systemzentrum 23, sind dies etwa die Fliegerhorstfeuerwehr, das Sanitätsversorgungszentrum und viele weitere. Der Standortälteste ist in seiner Funktion als zentraler Ansprechpartner tätig. Er koordiniert auch die Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden und regelt die Nutzung der Standortanlagen. 

Stabsfeldwebel Neitzel koordiniert die Schulwünsche

„Ich habe direkt nach der Anfrage meinen Standortfeldwebel beauftragt, alles hierfür Erforderliche in die Wege zu leiten“, so Knoll. Um Mitnutzungen kümmert sich das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum. Erster Ansprechpartner für die Schulen ist der Standortfeldwebel des Fliegerhorstes. Stabsfeldwebel Ronny Neitzel nimmt die Anfragen der Schulen auf und koordiniert die jeweiligen Nutzungszeiten die zur Verfügung gestellt werden können. „Mittlerweile nutzen 8 Schulen mit insgesamt 211 Kindern unser Hallenbad“, so Neitzel.

Oberst Markus Knoll, Standortfeldwebel Ronny Neitzel sowie Anna-Marie Heidorn und Dennis Herda vom Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Wunstorf (v. l.) haben schnell eine Lösung für den Schwimmunterricht gefunden | Foto: Bundeswehr/Martin Buschhorn

Damit es jedoch zum ersten Schulschwimmen kommen konnte, mussten noch die genauen Mitnutzungsvereinbarungen getroffen werden. Darum kümmert sich das jeweils zuständige BwDLZ vor Ort. Am Standort Wunstorf übernehmen dies Anna-Marie Heidorn und Dennis Herda aus dem Team des kaufmännischen Gebäudemanagements. „Für jede Mitnutzung erstellen wir einen Vertrag, der die Rechte und Pflichten aller Beteiligten klar regelt. Das kann – wie in diesem Fall – eine Sportanlage sein, aber zum Beispiel auch die Nutzung der Standortschießanlage durch die Polizei“, erklärt Herda.

Schwimmen neben landenden Maschinen

Anna-Marie Heidorn ist Verwaltungsfachangestellte und empfindet die Vereinbarungen mit den Grundschulen als etwas Besonderes. „Es ist mir eine große Freude, dass wir so vielen jungen Schülerinnen und Schülern den Schwimmunterricht weiterhin ermöglichen können und dass ich mit meiner Arbeit einen Beitrag dazu leisten darf.“

Die Erich-Rademacher Schwimmhalle ist das Hallenbad des Fliegerhorstes Wunstorf und liegt in der Nachbarschaft des Flugfeldes im Sportanlagenbereich| Foto: Bundeswehr/Martin Buschhorn

Wie lange die Schulen das Schwimmbad auf dem Fliegerhorst noch weiterhin nutzen werden, ist unklar. Informationen, wann das öffentliche Wunstorfer Hallenbad wieder in Betrieb geht, sind noch nicht konkreter geworden.

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Kommentare


  • Basti g. sagt:

    Das es dort richtig kalt ist davon spricht hier aber niemand

    • Wunstorfer Mutter sagt:

      Mein Sohn ist einer der Grundschüler die dort Schulschwimmen haben. Er sagt er empfindet das Wasser dort sogar wärmer als in anderen Hallenbädern. Er freut sich jede Woche aufs neue über das besondere Schwimmen im Fliegerhorst Hallenbad.

    • Anonym sagt:

      Stimmt, 28 Grad sind wirklich kalt.

    • René Clermont sagt:

      also von den Grundschülern hört kein FÜNÜNÜ… im Gegenteil die freuen sich wenns wieder auf den Fliegerhorst geht. Danke an den StOFw für die Organisation.

  • Ronny N. sagt:

    Es tut uns leid, dass die 28 Grad nicht ausreichend sind.

  • fred sagt:

    Ich finds top das die Bundeswehr das möglich macht. Nicht immer meckern, im Elents ists auch a…kalt gewesen. Ich hoffe das unsere Politik jetzt schnell eien Lösung präsentiert wie es mit dem Elements weitergeht.

  • nanouk sagt:

    Das nenne ich spontane Hilfe für die Kinder & ich finde es klasse, das da die Fliegerhorst Angestellten, so menschlich reagiert haben!!! Besser geht es nicht

  • Torsten sagt:

    Wenn Menschen zusammenarbeiten, danke!

  • Anwohner Barnestraße sagt:

    Meine Tochter ist dort auch zum schwimmen mit der Klasse bzw Schule! Sie ist jedesmal ganz „heiß“ drauf auf den Fliegerhorst zu kommen! Ich habe noch nie von ihr gehört das es dort zu kalt sein soll!
    Vielleicht sollten einige weniger meckern und mehr klotzen damit Ihr Leben rund läuft! …. Immer nur Miemiemie…
    Danke an den Fliegerhorst , an das LTG 62 , das Ihr unseren Kinder den Schwimmunterricht ermöglicht ! Eine sehr nette Geste!!!

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