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Stadt richtet Küche in Steinhuder Flüchtlingsheim ein

01.12.2022 • Achim Süß • Aufrufe: 2416

Änderungen für die Bewohner der Steinhuder Flüchtlingsunterkunft: 25.000 Euro investiert die Stadt zurzeit, um im früheren Schulzentrum eine Küche einbauen zu lassen. Die dort Untergebrachten sollen sich ab Jahresanfang 2023 selbst Mahlzeiten zubereiten können. Das bisherige Catering wird beendet.

01.12.2022
Achim Süß
Aufrufe: 2416
Stillgelegtes Schulzentrum
Ein Trakt des ehemaligen Steinhuder Schulzentrums, das nun als Flüchtlingsunterkunft dient (Archiv) | Foto: Daniel Schneider

Steinhude (as). Zurzeit liefert ein Servicedienstleister täglich 30 Mahlzeiten in das Flüchtlingsheim, das gegenwärtig für die Aufnahme weiterer Personen vorbereitet wird. Pro Mahlzeit und Tag kostet das die Stadt 24 Euro. Der Preis umfasst Zubereitung, Transport und die Ausgabe im Heim.

Bei aktuellen monatlichen Kosten von 21.600 Euro sei es eine Frage der Zeit, wann der Kostenfaktor in den Vordergrund trete, erklärte Stadtsprecher Alexander Stockum am Mittwoch im Gespräch mit der Auepost. Bisher sind in Steinhude 80 Plätze für Flüchtlinge eingerichtet worden. Derzeit ist das Heim – Stockum nennt es wegen der baulichen Schwächen inzwischen „Notunterkunft“ – nicht ausgelastet. Damit ist aber bald zu rechnen, denn Wunstorfs Quote liegt unverändert bei 300 Personen, und weitere Zuweisungen sind bereits angekündigt.

Gleiche Verhältnisse in der Stadt schaffen

Zweiter Grund für die Einrichtung der Küche sind nach Stockums Angaben Flexibilität und Gleichbehandlung mit der Unterkunft am Luther Weg: Dort versorgen sich die Flüchtlinge in Gemeinschaftsküchen auf den Wohnetagen selbst – zu Zeiten, die sie selbst bestimmen.

Catering im Flüchtlingsheim ist die Ausnahme: Normalerweise sollen sich Flüchtlinge wie in einer normalen Wohnung auch selbst versorgen können. In Steinhude war das bisher aufgrund der fehlenden baulichen Küchengelegenheit nicht möglich, stattdessen wurde parallel zur Einrichtung des Heimes zu Anfang des Jahres das Catering organisiert. Die Mehrkosten trägt zunächst die Stadt. Aber auch für Flüchtlinge bedeutet die Einrichtung einer Kochgelegenheit theoretisch eine finanzielle Entlastung: Selbstzahler unter den Flüchtlingen würden in Heimen mit Catering mehr bezahlen müssen als in Unterkünften mit vorhandenen Küchen.
von Achim Süß
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Kommentare


  • Nanouk sagt:

    Das wurde aber auch Zeit, mehr sag ich besser nicht dazu, ist gesünder!!!

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