
Wunstorf (as/ds/nd/dd). Am Wohlsonntag sind wir live im Einsatz: Alle Infos, Entwicklungen und Ergebnisse zur Bürgermeister- und Kommunalwahl am 13. September in Wunstorf gibt es direkt in der Auepost. Wir berichten am Wahltag direkt aus der Stadt, nach Schließung der Wahllokale von den Auszählungen der Stimmen und von allem, was rund um die Wahl geschieht.
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Die Kommunalwahl 2026 wird eine der spannendsten, die es bisher gegeben hat: Erstmals in der Wunstorfer Kommunalgeschichte treten gleich 4 Bürgermeisterkandidaten gegeneinander an. Zuletzt hatte es 2021 drei Kandidaten gegeben, 2014 nur einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Amtsinhaber Carsten Piellusch (SPD) möchte wiedergewählt werden und damit auch für die nächsten 8 Jahre Wunstorfs Bürgermeister sein. Die neue Zeitspanne hat mit einer Wahlreform zu tun: Bislang wurden Bürgermeister parallel zu den Stadträten für 5 Jahre gewählt. In Zukunft sollen sie wieder 8 Jahre Zeit haben, um sich um ihre Stadt zu kümmern. Pielluschs Herausforderer sind Martin Pavel (CDU), Mona M’Barkiou (Die Linke) und Kerstin Obladen (Freie Wähler). Alle vier trafen sich zuletzt zur Debatte beim Wahlpodium der Stifts-Kirchengemeinde und im Hölty-Gymnasium.
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Die Wähler sind wieder mit einer Flut von Stimmzetteln konfrontiert. Denn es werden nicht nur ein Bürgermeister gewählt, sondern auch der Stadtrat, die Ortsräte, die Regionsversammlung und auch noch der Regionspräsident. Das bedeutet: 5 verschiedene Stimmzettel bekommt man im Wahllokal ausgehändigt. Der grüne ist für die Bürgermeisterwahl, der gelbe für den Stadtrat, der bläuliche für den Ortsrat, der weiße für die Regionsversammlung und der rosafarbene für die Regionspräsidentenwahl.

Auf den Zetteln für Ortsrat, Stadtrat und Regionsversammlung hat man jeweils 3 Kreuze, die man völlig frei verteilen kann. Es dürfen dort aber auf keinen Fall mehr als 3 Kreuze gemacht werden, sonst ist die Stimmabgabe ungültig. In der Vergangenheit kam es schon oft vor, dass jemand 3 Kreuze ganz oben im Parteienfeld vergeben hatte – und dann noch einmal drei Kreuze an seinen Lieblingskandidaten weiter unten. Das waren dann 6 Kreuze – und diese Wahlzettel damit ungültig. Auf den beiden Zetteln für Bürgermeister- und Regionspräsidentenwahl ist es etwas übersichtlicher: Dort hat man je nur 1 Kreuz zu vergeben.
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Nicht nur bei den Bürgermeisterkandidaten haben die Wunstorfer am Sonntag viel Auswahl: Auch bei der Stadtratswahl gibt es viele Bewerber und auch manche neue Partei auf den Stimmzetteln zu entdecken. Vor 5 Jahren waren es Bewerber von 6 Parteien, die kandidierten. Jetzt, 2026, sind es 9 Parteien, von denen Bewerber kommen. Politiker von SPD, CDU, Grünen, FDP, AfD, Linken, Piratenpartei, Freien Wählern und BSW wollen in den Wunstorfer Stadtrat einziehen. Neu dabei in Wunstorf sind die Freien Wähler und das BSW. Die Linkspartei war früher schon einmal im Wunstorfer Stadtrat vertreten, hatte 2021 aber keine Kandidaten aufgestellt. Mit Olaf Engel trat die Piratenpartei schon mehrmals an, konnte aber nie einen Sitz im Wunstorfer Rat erringen.
Es gibt auch wieder parteilose Kandidaten: Die Einzelbewerber sind Abdülhamit Işik, Ralfina Rasching und Kerstin Schwartz-Kallendorf. Da die Stadtratswahl vor allem eine Personenwahl ist und die Stadt in zwei Wahlbereiche unterteilt ist, können die antretenden Kandidaten nicht überall gewählt werden, sie tauchen nur auf den Stimmzetteln des jeweiligen Wahlbereiches auf. Am Beispiel der Einzelkandidaten: Abdülhamit Işik kann nur in der Kernstadt Wunstorf, Klein Heidorn und Blumenau (Wahlbereich 1) gewählt werden – Ralfina Rasching und Kerstin Schwartz-Kallendorf sind nur in Bokeloh, Großenheidorn, Idensen, Kolenfeld, Luthe, Mesmerode und Steinhude (Wahlbereich 2) wählbar. Genauso ist es mit den Kandidaten, die einer Partei angehören: Sie treten entweder im einen oder anderen Wahlbereich an.
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Im Wahlkampf konnten die Wunstorfer nicht nur Wahlstände und Aktionen, sondern gelegentlich auch Ungewöhnliches entdecken.
Die Freien Wähler etwa hatten eine große Wahlplakatwand so weit im Feld platziert am Ortsausgang von Wunstorf Richtung Hagenburg, dass sie von der Landstraße nach Bokeloh aus kaum zu erkennen war – und von der Bundesstraße nebenan auch nicht viel besser.

Die Plakate von Martin Pavel wurden mehrmals Ziel von Schmierereien. Eine davon ließ ihn unfreiwillig zum „Zorro“ der Bürgermeisterkandidaten werden:

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Ein flüssig, m.E. auch verständlich dargereichter Überblick.
Gleichwohl stellen Wahlen allgemein einen großen öffentlichen Intelligenztest dar.