
Wunstorf (red). In Wunstorf wurde in den vergangenen Jahren bereits einiges getan, damit Jugendliche mehr Freizeitmöglichkeiten in der Stadt zur Verfügung haben. Die Rollsportanlage und der Bikepark sind zwei herausragende Beispiele. Die Wunstorfer SPD will nun noch eins drauflegen und stadtweit Jugendräume einrichten.
Vor allem in den Ortsteilen sollen die Jugendräume entstehen. Mit einem neuen Konzept schlägt die SPD vor, in jedem Ortsteil der Stadt Wunstorf mindestens einen dauerhaft verfügbaren Treffpunkt für Jugendliche zu schaffen. Ziel ist es, jungen Menschen wohnortnahe Orte für Freizeit und Mitgestaltung zu bieten. Die Räume oder Orte sollen niedrigschwellig zugänglich, jugendgerecht gestaltet und bei Bedarf pädagogisch begleitet werden.
Während im Kernstadtbereich vergleichsweise vielfältige Freizeitangebote vorhanden sind, bestehen in den kleineren Ortschaften für Jugendliche häufig nur eingeschränkte Möglichkeiten zur eigenständigen Freizeitgestaltung. Insbesondere eingeschränkte Mobilität, fehlende Treffpunkte und eine geringe Angebotsdichte führen dazu, dass junge Menschen entweder in benachbarte Orte ausweichen oder informelle Trefforte ohne geeignete Infrastruktur nutzen.
„Zu einer familienfreundlichen Stadt gehören attraktive Angebote für Kinder und Jugendliche und das nicht nur in der Kernstadt. Jugendliche brauchen Räume, in denen sie sich treffen können. Vor allem auf den Dörfern fehlen solche Orte häufig. Das wollen wir ändern“, erklärt Sören Thoms, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Wunstorf.
Grundlage der Umsetzung ist eine umfassende Bedarfsanalyse in allen Ortsteilen. Neben der Auswertung der Altersstruktur und bestehender Angebote sollen Jugendliche selbst aktiv mitgestalten. Bereits in der Planungsphase werden sie an Standortentscheidungen, Raumgestaltung und Nutzungsregeln beteiligt. Geplant sind Befragungen, Workshops und Ortsbegehungen, um gemeinsam mit den Jugendlichen vor Ort, den Ortsräten, Schulen, Kirchengemeinden und Vereinen passgenaue Lösungen zu entwickeln.
Das Konzept setzt bewusst auf flexible Lösungen. Wo geeignete Räume vorhanden sind, sollen beispielsweise Dorfgemeinschaftshäuser, Vereinsheime oder leerstehende Gebäude zu modernen Jugendräumen umgestaltet werden. In Ortsteilen ohne geeignete Bestandsgebäude können modulare Gebäude, wie etwa in Containerbauweise, oder attraktive Outdoor-Treffpunkte mit Aufenthalts- und Sportmöglichkeiten entstehen.
Neben den Räumlichkeiten spielt auch die pädagogische Begleitung eine wichtige Rolle. Die Jugendräume sollen als offene Treffpunkte gestaltet werden und von Fachkräften der offenen Jugendarbeit betreut werden.
Ergänzend soll ehrenamtliches Engagement vor Ort eingebunden werden. Angebote aus den Bereichen Sport, Medien, Musik, Kreativität oder Handwerk sowie Beteiligungsprojekte sollen das Miteinander stärken und demokratische Teilhabe fördern.
Die Umsetzung soll schrittweise erfolgen. Nach einer Pilotphase in ausgewählten Ortsteilen werden die gewonnenen Erfahrungen ausgewertet und das Konzept wird sukzessive auf weitere Ortschaften ausgeweitet. Die Finanzierung soll über den städtischen Haushalt, Förderprogramme des Landes Niedersachsen und des Bundes sowie Kooperationen mit lokalen Unternehmen erfolgen.
„Jugendliche verdienen gute Bedingungen, unabhängig davon, wo genau sie aufwachsen. Mit unserem Konzept schaffen wir zusammen mit den Jugendlichen der Stadt wohnortnahe Treffpunkte und stärken den Zusammenhalt in allen Ortsteilen. Wir investieren damit nicht nur in die Freizeit junger Menschen, sondern auch in die Zukunft unserer gesamten Stadt“, betont Phillip Nülle, Vorsitzender der Jusos Wunstorf.

Bislang hatte es in der Stadtpolitik nur die Idee für Jugendplätze gegeben. Auf einem Schotterparkplatz in der Barne war ein solcher entstanden rund um einen einzelnen umfunktionierten ehemaligen Frachtcontainer.
Wenig später war dieser nach offensichtlicher Brandstiftung ausgebrannt. Später wurde der Jugendtreffpunkt in Betonbauweise neu errichtet, genutzt wird er jedoch seitdem oft von Familien und Erwachsenen.
Ihr Kommentar enthält einige Behauptungen, die so nicht zutreffen. Die SPD hatte in Wunstorf keine 25 Jahre lang eine eigene Mehrheit im Stadtrat, sondern war – wie andere Fraktionen auch, auf die Zusammenarbeit mit Koalitionspartnern angewiesen. Zudem gab es 22 Jahre lang einen CDU-Bürgermeister.
Auch die politischen Schwerpunkte haben sich im Laufe der Zeit verändert. Durch den Generationswechsel werden heute manche Themen anders bewertet als noch vor einigen Jahren.
Hinzu kommt, dass politische Beschlüsse allein nicht ausreichen. Wenn Projekte von Verwaltung oder Bürgermeister verzögert oder nicht vorangetrieben werden, können Vorhaben trotz entsprechender Mehrheiten nur eingeschränkt umgesetzt werden. Ein Beispiel dafür ist die die öffentliche Toilette am Schützenplatz.
Unterschiedliche Auffassungen sind selbstverständlich legitim. Die Diskussion sollte jedoch auf einer sachlichen und korrekten Darstellung der Fakten beruhen.
Sehr geehrter Spezialdemokrat, vielen Dank für Ihren Wortbeitrag, mit dem Sie meine Aussagen bestätigen. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, Ihre einstudierten Floskeln und Worthülsen möchte kaum noch jemand hören. Und selbstverständlich sind auch immer die anderen schuld. An allem! Zur Sache: Bitte teilen Sie hier mit, wann hat die SPD in den letzten 25 einen entsprechenden Antrag gestellt? Wann hat sich einer Ihrer Mehrheitsbeschaffer, zunächst Grüne, später die FDP, dann beide zusammen und zum Schluss die CDU gegen solche von der SPD angeblich gestellten Anträge ausgesprochen? Was hat ein Bürgermeister verzögert von dem, was Sie angeblich zum Thema Jugendarbeit beantragt haben? Und hören Sie bitte auf mit der unsinnigen Toilette am Schützenplatz abzulenken für die Autofahrer/Kunden, die dann auf ihre Wanderung in die Innenstadt gehen sollen. Wir reden hier über Jugendarbeit. Die Stadt leistet sich bereits eine Luxusprojekte, die ich ausdrücklich begrüße: Bauhhof, Kurze Wege, Musikschule, … und natürlich eine ganze Abteilung im Rathaus, die Jugendpflege. Ich sprach von früheren Versuchen. Diese beinhalteten zum Beispiel Container an diversen Standorten, aber auch ein früheres Jugendzentrum in der Wilhelm-Busch-Straße und selbst der Verein Lebenstraum war vor einem halben Jahrhundert ein unterstützenswertes Projekt, bevor man dort ist subversive Milieu abrutschte, was unter anderem die Stadt allerdings bis heute finanziert. Dafür tragen Sie gewiss die Verantwortung. Ich habe kritisiert, dass sie wissentlich etwas versprechen, dass ohne sehr viel und sehr teures Personal nicht kommen kann und daher nicht kommen wird. Hat die SPD denn wirklich nichts aus der Geschichte gelernt? Die letzte Frage ziehe ich zurück. Sie haben sie bereits beantwortet!
Wie kann eine Partei sich nur so ambiedern? Seit 25 Jahren hat(te) die SPD die Mehrheit im Stadtrat. Warum wurde solch ein Vorschlag (solche Einrichtungen gab es bereits) nicht schon viel früher und dauerhaft umgesetzt? Unter anderem, weil die Personalkosten dafür enorm wären. Die SPD ist nur noch peinlich!