Wunstorfer Auepost

Region bestätigt erlaubtes Einkaufen mit Termin

23.04.2021 • Daniel Schneider • Aufrufe: 227

Die Meldung, dass auf einmal Termineinkaufen auch in Wunstorf und der Region möglich wird, hat Verunsicherung ausgelöst. Aber es stimmt: Ab Samstag ist der Zutritt einzelner Kunden zu Geschäften für einen Einkauf nicht mehr generell untersagt …

23.04.2021
Daniel Schneider
Aufrufe: 227

Auf einmal soll Terminshopping auch in Wunstorf möglich sein – was bislang von den Landesvorschriften untersagt wurde. Doch das neue Bundesrecht beeinflusst nun die Landesregelung.

Maskenpflicht Alter Markt

Maskenpflicht in der Innenstadt (Archiv) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (ds). Die Meldung, dass ab morgen, Samstag, auf einmal auch Terminshopping in der Region Hannover und damit auch in Wunstorf möglich wird, verunsichert Kunden und Gewerbetreibende. Örtlichen Händlern wurde nämlich offenbar seitens des Ordnungsamtes mitgeteilt, dass sie dazu erst am Montag weitere Informationen erhalten würden. Terminshopping war bislang nach der niedersächsischen Coronaverordnung bei einem Inzidenzwert von über 100 nicht erlaubt – welcher in der Region bislang konstant überschritten wurde – die Ampel blieb auf Rot.

Bundesrecht bricht jedoch Landesrecht, und solange Niedersachsen keine spezielleren Regeln erlassen hätte, hätte das in dieser Nacht in Kraft tretende neue Bundes-Infektionsschutzgesetz gleichlautende Regeln quasi „überschrieben“. Inzwischen hat Niedersachsen jedoch bereits eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht, die ebenfalls am Samstag in Kraft treten soll: Dort ist das Einkaufen bis zu einer Inzidenz von 150 für einzelne Kunden in den Geschäften ebenfalls nun festgeschrieben, das Landesrecht spiegelt so das Bundesrecht.

Einzelne Kunden mit Testnachweis

Damit ist Einkaufen in Wunstorf und der übrigen Region nach Voranmeldung tatsächlich ab diesem Samstag unter den genannten Bedingungen möglich. Bei der Region Hannover müssen dieselben Unsicherheiten aufgelaufen sein, denn sie bestätigte am Abend noch einmal ausdrücklich, dass ab dem morgigen Samstag nach Terminvereinbarung (plus aktuellem negativem Testergebnis, Kontaktdatenprotokollierung und Ladenflächenmindestabstandseinhaltung) eingekauft werden darf – statt wie bisher nur „bemustert“ oder vorab bestellte Ware abgeholt.

Praktisch dürften die neuen Einkaufsmöglichkeiten dennoch eine geringe Rolle spielen, denn die Bedingungen sehen auch vor, dass Kunden beim Einkaufen einen negativen Test der letzten 24 Stunden nachweisen müssen. Einen rechtssicheren („anerkannten“) Nachweis kann man aktuell jedoch kaum mit einem Selbsttest erbringen, sondern benötigt dafür den Stempel z. B. eines Testzentrums wie im Wunstorfer Hölty-Sportforum. Für einkaufswillige Kunden heißt es nun also, dass sie Testen und Einkaufen gut koordinieren müssen – oder zufällig schon einen Test durchgeführt haben müssen, falls sie morgen bereits einkaufen gehen wollen.

[Anzeige]

Kommentare


  • Grit D sagt:

    Und wieder einmal Chaos- zur Gewohnheit geworden.

    Der altbekannte Satz „die eine Hand weiß nicht, was die andere tut“ passt zur aktuellen Situation trefflich.

    Bei aller Friedensliebe:
    Es nervt gewaltig!

  • Bernd-Michael Rosenbusch sagt:

    Gott sei Dank, brauche ich kein Terminshopping!! wenn ich etwas brauche, bestelle ich bei Amazone. Schnell und sicher.
    Der rörtliche Einzelhandel kann diese Leistungen leider nicht erbringen.
    nach 22.00 Uhr brauche auch nicht auf die Straße. Wohin sollte man denn auch gehen?

    • Grit D. sagt:

      # Amazon ist für mich dann eine Alternative, wenn ich das „Objekt meiner Begierde“ ;) nicht vor Ort oder gegebenenfalls in Hannover bekommen kann.

      Selbstverständlich steht es jedem frei, wie und wo geshoppt wird.

      Muss nicht geteilt werden:
      Doch gerade in der aktuellen für so ziemlich alle Unternehmen beschi*** Situation ist mir- auch mit einem nur kleinen Kauf- die Unterstützung des örtlichen Handels wichtig.

      Meine Einkäufe allein werden keiner (kleineren) Firma „den Krebsgang“ ersparen können.

      Doch bekanntlich „macht auch Kleinvieh Mist“:
      Im Negativen wie auch im Positiven.

  • Homberti sagt:

    31,5% falsch-positive Tests! Und so wird es nicht nur in Hamburg sein!
    https://www.merkur.de/welt/corona-schnelltest-ergebnis-hamburg-senat-tschentscher-rki-pandemie-pcr-90474323.html
    Aber Hauptsache Panik und blinder Aktionismus! Leider gefällt das immer noch den meisten Menschen. Seltsamerweise.

  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

    [Anzeigen]
    Auepost wird ermöglicht von:
    Kontakt zur Redaktion

    Tel. +49 (0)5031 9779945
    info@auepost.de

    [Anzeigen]
    Auepost wird ermöglicht von:

    Artikelarchiv

    Auepost auf …