Wunstorfer Auepost
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Was war am Dienstag mit der Auepost los?

05.05.2023 • Redaktion • Aufrufe: 1934

Einige vermuteten in den vergangenen Tagen schon einen Hacker-Angriff auf die Auepost – die Seiten des Internetangebotes waren plötzlich nicht oder kaum noch aufrufbar. Andere dachten, wir hätten reihenweise bereits veröffentlichte Artikel wieder gelöscht. Die Ursache für die vorübergehende Nichterreichbarkeit lag aber woanders …

05.05.2023
Redaktion
Aufrufe: 1934

Normalerweise freuen sich Journalisten, wenn Texte viel gelesen werden. Manchmal kann es aber auch Kopfzerbrechen bereiten – wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Genau das war ab Montagnachmittag der Fall: Auf einmal wollten so viele Leserinnen und Leser einen unserer Artikel aufrufen, dass der Server, von dem aus die Auepost angeboten wird, in Schwierigkeiten geriet. Statt wie gewohnt die Berichte darzustellen, wurde beim Aufruf der Seiten plötzlich nur eine ganz schlichte Fehlermeldung in Englisch auf sonst weißem Hintergrund angezeigt. Für Besucher wirkte es, als wäre das Angebot der Auepost verschwunden.

Was war geschehen? Übeltäter war der Bericht über den zunächst mysteriösen doppelten lauten Knall am ersten Mai. Zwei Bundeswehr-Kampfjets waren über Norddeutschland geflogen und hatten unter anderem über dem Raum Hannover dabei auch Schallgeschwindigkeit erreicht. Nun wurde praktisch der Beweis erbracht dafür, was wir gemeldet hatten: Mit Überschall fliegende Maschinen erzeugen nicht nur einmalig einen einzigen Knall, wenn sie die Schallmauer erstmals durchbrechen, sondern ziehen bei unverminderter Geschwindigkeit sozusagen eine Knall-Spur hinter sich her. Der laute Überschallknall, der aus physikalischen Gründen auftritt, wird nicht nur an einem Ort gehört, sondern überall dort, worüber die Flugzeuge mit Überschallgeschwindigkeit fliegen. Und die Flugzeuge waren bis Münster eine ordentliche Strecke unterwegs.

Uns wird die Bude eingerannt: Webseiten-Stau

Der gefühlte halbe Norden wurde von dem Knall erschreckt, und der gefühlte halbe Norden wollte sich nun informieren, was da so gerummst hatte. Und dazu wurde nun auch die Auepost angesteuert. Obwohl wir nicht einmal die Ersten gewesen waren, die die Erklärung zum Knall veröffentlicht hatten, wurden wir überproportional aufgerufen. Das lag auch daran, dass wir in den bekannten Suchmaschinen weit oben auftauchten.

Als Stadtnachrichtenmagazin sind unsere Systeme aber für ein begrenztes Publikum ausgelegt, wir sind keines der großen Nachrichtenportale. Auch landes-, bundes- und weltweite Leserschaft verkraften wir, aber nicht auf einmal. Zigtausende Leser wollten aber nun nahezu gleichzeitig auf die Seite. Tausende pro Minute, nicht pro Stunde. So, als würde bei einer Ladentür plötzlich ein ganzes Stadion reinwollen. Am Ende hatten wir so viele Leser an einem Tag auf der Seite, wie wir sonst in einem ganzen Monat verzeichnen. Das war punktuell zu viel. Artikel können dann nur noch verzögert angezeigt werden, Bilder fehlen oder es kommt zur kompletten Blockierung. Das äußert sich dann in der beobachteten Fehlermeldung. Aufgrund der eingeschränkten Erreichbarkeit war es dann nur jeder 20., der den Artikel tatsächlich aufrufen konnte.

Dank an HAZ und NP

Die hohe Nachfrage hielt auch am Folgetag noch an, und das bereitete uns weiter Sorge, weil wir schon den nächsten Text in Arbeit hatten, bei dem damit zu rechnen war, dass er überproportional Aufmerksamkeit verursacht. Zwei Regionaltageszeitungen berichteten prominent zum selben Thema und griffen dabei tatsächlich auch auf unsere Informationen zurück.

Umschreibung der Auepost auf haz.de | Screenshot: Auepost

Zur üblichen journalistischen Praxis gehört dabei normalerweise, dass die Quelle genau angegeben wird. Netterweise wurde die Auepost aber nicht genannt oder gar verlinkt, sondern nur als „Wunstorfer Online-Stadmagazin“ (leider falsch: das t fehlte zunächst – und in Wirklichkeit gibt es uns auch gedruckt) in den Top-Artikeln umschrieben. Das hat uns in der noch angespannten technischen Phase wahrscheinlich einen weiteren Zusammenbruch des Servers erspart.

Abgeschossen

Der Newsletterversand am vergangenen Montag entfiel aus demselben Grund. Der nächste Auepost-Newsletter kommt daher erst wieder am kommenden Montag – sofern keine erneuten Eurofighter-Aktivitäten am Himmel auftreten.

Bissig könnte man sagen: Die Luftwaffe hat als Nebenwirkung ihres Alarmeinsatzes unser Webangebot abgeschossen. Bevor die nächsten Eurofighter über die Region Hannover ziehen, werden wir nochmal die IT-Systeme aufrüsten.

Update: 6.5.: Nachdem wir eines der ersten Medien vor Ort waren, die von der Messerstecherei am Wunstorfer Bahnhof berichteten, und es deshalb kurzzeitig schon wieder so aussah, als ob die Aufrufzahlen kritisch werden könnten, haben wir nun zumindest schon einmal die Fehlermeldungen angepasst. Die Auepost-Systeme melden künftig im Klartext, was gerade passiert, wenn es wieder mal eng wird:

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Kommentare


  • Michael Papke sagt:

    Dazu kommt Eure Nachrichten sind nicht hinter einer Paywall versteckt.

  • centrodelmargine sagt:

    Der Hinweis auf die Suchmaschinenplatzierung erklärt natürlich alles. Wär ich ohne euren netten Artikel nicht drauf gekommen.

  • Rocky sagt:

    Meine Güte, gibts keine anderen Probleme???

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