
Wunstorf (ds). Der Fliegerhorst Wunstorf wächst in diesen Tagen nicht nur aufgrund der vielen landenden Maschinen, sondern auch personell: Über 500 Soldaten aus dem Ausland ergänzen ihre deutschen Kollegen, vor allem aus den Vereinigten Staaten kommen die Übungsteilnehmer. Ein Multinationaler Gefechtsstand wurde in einer der Fliegerhorsthallen aufgebaut. Auch weitere Bundeswehrsoldaten sind nun beim Wunstorfer Lufttransportgeschwader (LTG) 62 im Einsatz: So sind etwa die Spezialpioniere der Luftstreitkräftebasis aus Husum mit dem Betrieb des Feldtanklagers, das für den Fliegerhorst 2,4 Millionen Liter zusätzliches Kerosin bereitstellt, beschäftigt.
In den vergangenen Wochen hat man sich auf dem Fliegerhorst in allen Bereichen auf den internationalen Besuch vorbereitet und freute sich nun auf die Ankunft der ersten Übungsteilnehmer. Es freut sich auch Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD), der keinen Zweifel aufkommen lässt, dass die internationalen Gäste des LTG 62 in der Stadt willkommen sind. Piellusch lud die Soldaten herzlich ein, sich in Wunstorf zu Hause zu fühlen: „Unsere Stadttore, das können Sie unserem Wappen entnehmen, stehen immer offen“, sagte der Bürgermeister.

Man ist froh und auch durchaus stolz darauf, die Militärbasis in der Stadt zu haben. Wunstorf und Fliegerhorst gehören zusammen, Luftwaffenbeschäftigte in Uniform trifft man im Supermarkt und Schnellrestaurant. Fahrzeuge in Olivgrün sind auf Wunstorfs Straßen überproportional unterwegs.
Die Soldaten am Standort seien keine Fremdkörper, „es sind Freunde, Nachbarn, Familienmitglieder“, brachte es der Bürgermeister während der Pressekonferenz im Mai auf einen Nenner. Ebenso freue man sich über Gäste aus dem Ausland.
Werden nun in den kommenden Tagen auch US-Soldaten die Fußgängerzone bevölkern und das Stadtbild prägen? Das ist nicht ausgeschlossen, aber die Soldaten sind nicht zum Urlaub in Wunstorf, und die Arbeit wird sich vor allem auf dem Fliegerhorst abspielen. Untergebracht sind die meisten der in Wunstorf eingesetzten Soldaten während der Übungswochen ohnehin in größeren Hotels in Hannover.

Die außerhalb untergebrachten Übungsteilnehmer würden täglich zum Fliegerhorst pendeln, verriet LTG-62-Kommodore Oberst Christian John. Nur ein kleinerer Teil ist auf dem Fliegerhorst direkt untergebracht. Die Versorgung der Soldaten während der Dienstzeiten erfolgt ebenfalls innerhalb des Fliegerhorstgeländes.
In Wunstorf sind damit nun rund 600 ausländische Soldaten vor allem aus den USA, aber auch aus Rumänien und Ungarn im Einsatz. Bei den stationierten Flugzeugen bleibt es neben dem deutschen A400M vor allem bei den C-130-Transportern und den C-17-Transportflugzeugen aus den USA.
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