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Westaue: Neue Brücke kostet halbe Million Euro

01.03.2022 • Achim Süß • 2 Min.Kommentare: 6

Die Behelfsbrücke über die Westaue kommt in Kürze zurück – und auch der geplante Neubau soll nun bis zum Sommer realisiert sein. Er wird jedoch deutlich teurer als ursprünglich geplant.

01.03.2022
Achim Süß
2 Min.
Behelfsbrücke
Bisherige Behelfsbrücke (Archiv) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (as). Auch der Neubau der Brücke über die Westaue nahe der IGS ist von den explodierenden Bau- und Investitionskosten betroffen: Eine knappe halbe Million Euro wird die Stadt ausgeben müssen, um die viel benutzte Verbindung – wohl im Sommer dieses Jahres – zurückzuerhalten. Für die nächste Woche ist geplant, die Behelfsbrücke erneut zu installieren.

Behelfsbrücke wird wiedererrichtet

Täglich nutzen Hunderte von Schülerinnen und Schülern, Pendlern, Fußgängern, Radfahrern und Eltern mit Kinderwagen oder Lasträdern die Brücke über die Westaue. Wegen des Hochwassers der vergangenen Tage hat die Stadt die provisorische Metallbrücke von THW und Mitarbeitern des Baubetriebshofs abbauen lassen. Der Wasserspiegel der Aue hatte fast die Bodenplatten erreicht, sinkt aber inzwischen wieder auf normale Daten. Entscheidend sei der Leine-Pegel in Herrenhausen, teilt Stadtsprecher Alexander Stockum mit. „Voraussichtlich“ in der kommenden Woche werde das THW die Behelfsbrücke erneut legen. Das koste, so Stockum, zwischen 2.000 und 3.000 Euro.

Diese Ausgaben kommen zu den 30.000 Euro hinzu, die die Stadt schon für den Übergang investiert hat. Das sei angesichts der Kosten vergleichbarer Brückenmodelle ein „fairer“ Wert. Stahlträger, Bodenplatten und Geländer gehören dem Hilfswerk, Mietzahlungen werden nach Stockums Darstellung nicht fällig. Die Behelfsbrücke war nötig geworden, weil es sich im vergangenen Jahr herausgestellt hat, dass die geplante Erneuerung der Holzkonstruktion nicht möglich ist. Wie bisher sollte die Fußgänger- und Radfahrerbrücke an die Eisenbahnbrücke angehängt werden. Allerdings sollte die Gelegenheit genutzt werden, Gegenverkehr zu ermöglichen. Die Verbreiterung scheitert nach Angaben der Stadtverwaltung an statischen Problemen.

Fußgängerbrücke
Ehemalige Fußgängerbrücke an den Schienen über die Westaue (Archiv) | Foto: Daniel Schneider

Kostenexplosion bei Ersatzbauwerk

Ein eigenständiges Bauwerk wurde ausgeschrieben, und mit dem Projekt sollte im April dieses Jahres begonnen werden. Statt der erwarteten Investitionen von 250.000 Euro lagen die Angebote „im Bereich von 500.000 Euro“, sagt Stockum. Auch die zweite Ausschreibung hat keine wesentlich niedrigeren Preise erbracht. Die Stadtverwaltung kalkuliert nun mit 450.000 Euro, will im Mai den Auftrag vergeben und rechnet damit, dass die neue Brücke Ende Juli 2022 fertig ist. Es wird wieder eine Holzbrücke werden.

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Kommentare


  • Basti g. sagt:

    500000 € ? 30000€ für Fundamente 30000€ für 2 verzinkte haltbare stahlträger und 30000 €fürs Holz mit Farbe !!! Statik wird es ja wohl irgendwo in Deutschland für solch eine simple füssgängerbrücke geben ? Ach und 30000€ für die Montage macht 120000€ alles hoch gegriffen da fragt man sich wo 500000€ her kommen ! Wieso bekommen wunstorfer metallbaubetriebe und zimmermannsbetriebe nicht mal solche prüfaufgaben um sowas mal gegenzurechnen Herr Piellusch ? Ist es nicht auch in Ihrem Interesse Steuergelder zu sparen ?

  • D W sagt:

    Ich befürchte, das die Angebote „im Bereich von 500 TEUR“ lediglich die Ausgangsgrösse bei der Vergabe ist und sich die tatsächlichen Kosten sich je nach Verfügbarkeit der Baustoffe und der Fachfirmen deutlich in den Bereich >500 TEUR bewegen werden.

  • NN sagt:

    Es ist schier erstaunlich, welche Unsummen für Projekte ausgegeben werden, wo an anderen Ecken scheinbar die Einsicht über Projekte, deren Notwendigkeit die Stadt Wunstorf unter dem Deckmäntelchen des vehementen Schweigens oder des Wegsehens, zu fehlen scheint. Man liest ständig nur etwas über Projekte fragwürdiger Art wie Springbrunnen, Bänke aus wertvollem Tropenholz, irgendwelche dämlichen Banalitäten wie angeblich unsinnige Parkscheinautomaten, gross aufgetan. Aber einmal wirkliche Projekte, wie z. B. Wohnungen auch an solche herauszugeben, die keiner will – oh, nein. Es entstehen lieber Luxusappartements in Steinhude, Braustraße, jawoh, es steht wirklich Luxusappartements auf dem Bauschild, irgendwelche Kunstgegenstände am Meer, wer braucht so etwas. Traurig.

  • Besnik K. sagt:

    Das so eine in “ einfache Brücke so viel Geld kosten soll finde ich nicht nachvollziehbar das riecht nach einer Story für Mario Bardh.
    Da bin ich voll der Meinung wie Basti g.
    Wäre mal schön wenn man den Kostenvoranschlag zeigen würde was der Brückenbau so teuer macht damit man das vergleichen kann wer wie was kostet schließlich geht es um unsere hart erarbeiteten Steuergelder gell.

    • Marc H. sagt:

      Ja genau, weil der einfache, gemeine Bürger ja auch mal wieder allee besser weiß, als die Beamten in der Stadtverwaltung, die ihr Geld ja sowieso nur fürs Eier schaukeln kriegen.
      Als wenn irgendein einfacher Bürger diese Kostenvoranschläge verstehen oder irgendwie sinnvoll vergleichen könnte – wenn die Brücke so teuer wird, dann wird es wohl auch nicht günstiger gehen – und da die Brücke schon relativ lang ist, ist das schon einigermaßen nachvollziehbar – und da schon 2 Auschreibungen kein anderes Ergebnis erbracht haben ist es wohl nicht zu einem anderen Preis zu haben.
      Von daher glaube ich nicht, dass die Brücke bei Christian Ehring und extra3 landen wird (hat etwas mehr Niveau als Mario Barth).

      • Dieter sagt:

        Ganz sicher findet man noch einige Nachträge und am Ende wird die Brücke wohl gut eine Million kosten, wahrscheinlicher vielleicht sogar noch mehr.

        Mit Grußvon BER und STUTTGART 21

        Und ganz nebenbei, die „tollen Sozialisten“ können/wollen nur anderer Leute Geld ausgeben, was sie denen vorher abgepresst haben, selbst haben sie – offiziell – nix, sind völlig verarmt, unterbezahlt, arbeiten wie verrückt im Angesicht ihres Schweisses für den Bürger, kriegen aber kaum was auf die Reihe.
        Mit anderen Worten: Sie haben keine Ahnung, davon aber sehr viel.

        Und dann sollen – laut Umfragen von Rot/Grün – 55% der Bürger sogar noch dafür sein, die Steuern zu erhöhen.

        Man kommt sich vor wie im Schildaer Panoptikum.

        Frage an Radio Eriwan: Wozu wählt man Politiker?
        Antwort von Radio Eriwan: Damit sie die Probleme bekämpfen, welche wir ohne Politiker gar nicht hätten.

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