
Wunstorf (red). Es ist das inzwischen berühmteste Stück Stoff in der Stadt: Ein gelbes Sonnensegel, das in der inzwischen dritten Variante über einem kleinen Teil des Barneplatzes gespannt ist. Gedacht als Sonnenschutz für den dortigen Spielbereich, denn der Barneplatz bietet derzeit keine natürlichen Schattenspender.
Zwar stand auch der ehemalige Brunnenbereich nicht im Schatten, doch in Schrittweite hatte es alte Bäume mit großen Baumkronen gegeben. Ein expliziter Spielbereich war früher auch nicht vorhanden. Als der neue Platz dann fertig war, fiel auch bei Ortsterminen allerdings schnell auf: Jetzt gibt es einen Spielbereich, aber überhaupt keinen Schatten mehr. Letzterer fehlte in den Sommermonaten definitiv. Entsprechende Wünsche nach mehr Sonnenschutz wurden von Politik und Verwaltung aufgegriffen.
Doch dann ging erst einmal viel schief. Segel Nr. 1 wurde bei Regen zur Lachnummer, und auch die Nachbesserung hatte keinen nennenswerten Erfolg. Erst war der Stoff zu dünn dimensioniert, auch nachträglich improvisierte Wasserablauföffnungen brachten keine wirkliche Abhilfe. Das Segel war daraufhin zum zweiten Mal wieder entfernt worden, spielende Kinder und Eltern saßen zuletzt wieder in der prallen Sonne.

Nun war Anfang Juli aber eine neue Version des Sonnensegels installiert worden, und diesmal scheint der Stoff Chancen zu haben, zur endgültigen Variante geworden zu sein. Er unterscheidet sich von der Ursprungsversion deutlich: Das Material ist fester, weniger nachgiebig und damit auch straffer gespannt über dem Platz.
Den ersten stärkeren Regen und auch Dauerregen überstand das Sonnensegel ohne Probleme. Das Geheimnis ist nicht nur die stärkere Spannung, sondern auch die Art des Materials: Es ist nun von vornherein durchlässig und lässt Regenwasser auf der gesamten Oberfläche abtropfen. Kleine Öffnungen ermöglichen dem Niederschlag, den Stoff zu durchdringen.


Das hat bei starkem Regen zwei unterschiedliche Effekte: Zum einen tropft Wasser an den tiefsten Stellen direkt in großen Tropfen zu Boden. Andererseits ergibt sich unter dem gesamten Sonnensegel dann auch eine Art Sprühregeneffekt: Es wirkt, als würde man unter einem entsprechenden Duschkopf stehen. Das auftreffende Regenwasser verteilt sich sofort auch in kleinste Partikel, wird abgeleitet und sammelt sich gar nicht mehr erst im Sonnensegel.

Als Sonnensegel funktioniert die Installation damit nun. Als Regenschutz ist es jedoch nicht mehr zu gebrauchen. Dafür war es aber auch nie gedacht.
Gut, dass es keine wichtigeren Themen gibt.
Für so einen Schwachsinn sollte man eigentlich mal bei Mario Barth anrufen.
Es steht nicht grundlos zu befürchten, dass Reinfall der Dritte!
Ich bin immer wieder überrascht was in Wunstorf nicht klappt.
Solche Segel stehen tausendfach in Deutschland.
Nur in Wunstorf ist man nicht in der Lage das Richtige zu bestellen.
Wer zahlt eigentlich für diese Unfähigkeiten?
…ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass wenn die Sonne scheint, der Schatten gar nicht auf den Spielplatz fällt?
Schonmal aufgefallen, dass sich der Sonnenstand verändert und damit auch der Schattenwurf?
Es ist sicherlich richtig, dass sich der Sonnenstand im Laufe des Tages ändert. Das ändert aber nichts daran, dass das Sonnensegel an der falschen Stelle steht. Der Spielbereich wird im Laufe des Tages nur ganz am Rande einmal beschattet. Der eigentliche Spielbereich liegt ganztags vollständig in der Sonne.
Aber warum soll es den Kindern besser gehen als den Erwachsenen. Die Ruhebänke stehen ja auch frei und werden ganztags nicht beschattet.
Tja, ich würde diesem Teil niemals trauen, der Lachnummer!!!