Wunstorfer Auepost

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Ein Blick in die Südstraße der 60er Jahre, als diese noch aus Kopfsteinpflaster bestand. Der VW „Käfer“ hatte noch das für Wunstorf zuständige Kennzeichen „NRÜ“ – Neustadt am Rübenberge.

Die "Mergelbahn", auch "Lorenzug" genannt, transportierte von 19xx bis 19xx den Rohstoff aus der Kalkmergelgrube in Kolenfeld ins Zementwerk nach Wunstorf. Mergel enstammt der Kreidezeit und wurde neben der Zementproduktion später auch zur Herstellung von Asbestzement verwendet. | Foto: Stadtarchiv Wunstorf, Nachlass Armin Mandel

Die „Mergelbahn“, auch „Lorenzug“ genannt, transportierte den Rohstoff aus der Kalkmergelgrube in Kolenfeld ins Zementwerk nach Wunstorf. Mergel entstammt der Kreidezeit und wurde neben der Zementproduktion später auch zur Herstellung von Asbestzement verwendet.

Als die Südaue noch in ihrer ursprünglichen Form mitten durch Wunstorf verlief, badeten die Wunstorfer hier sehr gerne. Nach der Begradigung und Umleitung entstand 1933 am Jahnplatz gegenüber der Polizei an dieser Stelle das Freibad. Doch seit dem Jahr 2013 ist auch diese Bademöglichkeit stillgelegt – das Freibad blickt seinem Abriss entgegen.

So sah die Kreuzung am Frachtweg / Stiefelholz in den 60er Jahren ohne Stopp-Schild aus. Geradeaus geht es zum Bahnübergang, rechts in die Innenstadt und links steht nun das Tierheim. Die Autos hatten noch das typische NRÜ-Kennzeichen für Neustadt am Rübenberge. Beliebte Kleinwagenmodelle: Fiat 500 und VW Käfer.

1904 entstand dieser prächtige Großbau an der Ecke Lange Straße / Südstraße, welcher von der Substanz her noch immer so vorhanden ist. Die Abrundung der Häuserfront verschaffte der Steinhuder Meer Bahn Platz für ihre Fahrten. | Foto: Stadtarchiv Wunstorf, Nachlass Armin Mandel

1904 entstand dieser prächtige Großbau an der Ecke Lange Straße / Südstraße, welcher von der Substanz her noch immer so vorhanden ist. Die Abrundung der Häuserfront verschaffte der Steinhuder Meer Bahn Platz für ihre Fahrten.

Wunstorfs erste Nachkriegssiedlung „Friedenstal“ wurde im Norden Wunstorfs an einer Baggergrube errichtet. Wer hierhin flüchtete, musste mit der ganzen Familie in einfachen Bauten und auf engstem Raum leben.

Stadtkirche Wunstorf

Als Zeichen eines geeinten deutschen Reiches wurde am 2. September 1900 auf dem Platz vor der Stadtkirche das Germaniadenkmal errichtet. 1925 neigte sich der Sockel jedoch und eine Verlegung wurde nötig, so dass die vom hannoverschen Bildhauer Gundelach geschaffene Skulptur heute vor dem Hölty-Gymnasium steht.

So dampfte Steinhuder-Meer-Bahn ca. 1920 durch die Innenstadt von Wunstorf. Die einst 52,7 Kilometer lange Schmalspureisenbahn erstreckte sich von Wunstorf über Steinhude, Bad Rehburg, Stolzenau und Uchte. Mit Beendigung des Güterverkehrs im Sommer 1970 wurde der Betrieb eingestellt | Foto: Stadtarchiv Wunstorf, Nachlass Armin Mandel

So dampfte die Steinhuder-Meer-Bahn bis 1906 durch die Innenstadt von Wunstorf. Die einst 52,7 Kilometer lange Schmalspureisenbahn erstreckte sich von Wunstorf über Steinhude, Bad Rehburg, Stolzenau und Uchte.   Mit Beendigung des Güterverkehrs im Sommer 1970 wurde der Betrieb eingestellt.

Ein VW Käfer und ein Fiat 500 krachen an der Ecke Nordstraße - Lange Straße zusammen, wo einst pausenlos Autoverkehr herrschte. Die B441 und B443, also die von Bad Nenndorf und die von Hannover, hatten hier ihren Kreuzungspunkt. | Foto: Stadtarchiv Wunstorf, Nachlass Armin Mandel

VW Käfer und Fiat 500 krachen an der Ecke Nordstraße – Lange Straße zusammen, wo einst pausenlos Autoverkehr herrschte. Die B441 und B443, also die von Bad Nenndorf und die von Hannover, hatten hier ihren Kreuzungspunkt.

Kastendiek Winterschlußverkauf angesagt war. | Foto: Stadtarchiv Wunstorf, Nachlass Armin Mandel

So sah es Anfang der 70er Jahre aus, wenn bei Kastendiek Winterschlussverkauf angesagt war. Mittlerweile ist die Verkehrsstraße der heutigen Fußgängerzone gewichen, und dort, wo einst Kastendiek Mode anbot, verkauft mittlerweile die Drogeriekette DM.

Am 03. Dezember 1969 schauten Wunstorfer Passanten neugierig zu, wie an der Kolenfelder Straße Eisenbahnträger für die neue Eisenbahnbrücke geliefert wurden. | Foto: Stadtarchiv Wunstorf, Nachlass Armin Mandel

Am 03. Dezember 1969 schauten Wunstorfer Passanten neugierig zu, wie an der Kolenfelder Straße Eisenbahnträger für die neue Eisenbahnbrücke geliefert wurden.

Im Jahre 1955 lief im Stadttheater Wunstorf von Freitag bis Montag der Spielfilm „Heidi und Peter“ mit Willy Birgel und Theo Lingen in den Hauptrollen. Der „Evangelischer Filmbeobachter“ bewertete den Film als „Inhaltlich und technisch wenig befriedigend und von beängstigender geistiger Armut.“

1960 begannen die Planungen und der Bau des Stadtteils Barne unter Leitung von Prof. Hans Bernhard Reichow, in dem ab 1965 neue Wohnungen geschaffen wurden.