Wunstorfer Auepost

+++ Wetterwarnung +++ Schwere Sturmböen +++ Deutscher Wetterdienst warnt vor schweren Sturmböen aus Südwest +++ Umstürzende Bäume möglich +++ Auf herabfallende Gegenstände achten +++

[Anzeige]

Wie immer, aber doch leicht anders: Wunstorfer Weihnachtsmarkt ist eröffnet

29.11.2023 • Redaktion • Aufrufe: 5495

Der Weihnachtsmarkt Wunstorf ist in Betrieb und bringt vertraute Adventsatmosphäre in die Fußgängerzone. Aber manches ist auch in diesem Jahr etwas anders als sonst.

29.11.2023
Redaktion
Aufrufe: 5495
Der Wunstorfer Weihnachtsmarkt wurde am Montag eröffnet | Foto: Dieter Kohser

Wunstorf (red). Wunstorf versucht sich wieder am Rekord: Einer der zeitlich längsten Weihnachtsmärkte in Deutschland hat am vorgestrigen Montagabend in Wunstorf begonnen und soll nun wieder fast durchgehend bis zum 6. Januar reichen. Der von der Werbegemeinschaft Wunstorf veranstaltete und maßgeblich von der Schaustellerfamilie Dormeier bestückte Weihnachtsmarkt hat seine Pforten geöffnet – unter einem neuen Leuchtschild, das vom Werbegemeinschaftsvorsitzenden Christoph Rüther finanziert wurde.

Es ist der zweite Weihnachtsmarkt nach Beginn der Coronapandemie, der wieder ganz normal stattfinden soll, und doch ist diesmal wieder manches anders. 2020 war der Weihnachtsmarkt komplett ausgefallen, 2021 unter erschwerten Bedingungen teilweise über die Bühne gegangen, und 2022 hatte man wieder Richtung Normalbetrieb zurückgefunden.

Aber während im vergangenen Jahr im Zuge der Energiesparmaßnahmen nach Ausbruch und den Folgen des Ukraine-Krieges die Stadtkirche dunkel blieb, ist sie auch in diesem Jahr wegen akuter Baufälligkeit kein leuchtender Ankerpunkt für die Weihnachtsmarktatmosphäre – sie ragt eingerüstet und dunkel über dem Markt auf. Das Gerüst verkleinert die Weihnachtsmarktfläche zwar kaum merklich, aber die Adventsbläser können den Turm in diesem Jahr ebenfalls nicht nutzen.

Flotte Orange bleibt

Die alkoholfreie „Flotte Orange“ am Glühweinstand war die Neuheit des letztjährigen Weihnachtsmarktes gewesen, in diesem Jahr sollte es noch eine Stufe mehr sein: Ein Riesenrad war geplant, das aktuell aber noch auf die technische Abnahme wartet und deshalb nicht aufgebaut werden kann. Die Kindereisenbahn ist zudem nicht mehr Teil des Weihnachtsmarktes.

Anstoßen zur Weihnachtsmarkteröffnung | Foto: Dieter Kohser

Ebenfalls anders war, dass die offizielle Eröffnung nur im kleinen Kreis zelebriert wurde: Werbegemeinschaftsvorstand und Schausteller stießen um 18 Uhr gemeinsam an und eröffneten damit den Weihnachtsmarkt. Das Kinderkarussell drehte sich noch nicht, großes Publikum fehlte – das ungemütliche nasskalte Wetter wirkte nicht als Weihnachtsmarktmagnet.

Ohne Stadtvertreter

Weder Ortsbürgermeister noch Bürgermeister waren zugegen. Nach dem Eklat im vergangenen Jahr, bei dem sich Kommunalpolitiker ausgeladen gefühlt hatten, blieb die Werbegemeinschaft nun auf sicherer Seite und lud dieses Mal explizit überhaupt niemand Offizielles mehr ein. Er habe „ja alle Bürger eingeladen“, so Rüther zur Begründung. Die bestehenden Differenzen zwischen Verwaltung, Politik und Händlerschaft über die Innenstadtzukunft fanden somit sichtlich ihren Ausdruck auch beim Weihnachtsmarktgeschehen.

Blick aus der Südstraße auf den Weihnachtsmarkt 2023 | Foto: Dieter Kohser

Am späteren Abend fing es dann – fast wie bestellt – tatsächlich auch noch zum ersten Mal in diesem Jahr in Wunstorf an zu schneien und schuf eine Atmosphäre in der Innenstadt, wie man sie sich für eine Weihnachtsmarkteröffnung nicht besser hätte wünschen können. Der erste Weihnachtsmarkttag im Schnee endend – auch das hatte es schon lange nicht mehr gegeben.

[Anzeigen]
Auepost wird unterstützt von:

Kommentare


  • Quer-Denker sagt:

    Da glaubt doch die Werbegemeinschaft muss die gewählten Vertreter der Bürger zur Eröffnung nicht mehr dabei zu haben. Soweit ist es schon gekommen. Die Werbegemeinschaft meint über die Zukunft Wunstorf bestimmen zu können. Wenn es nicht so läuft, schießt sie quer. Gut, dass die Bürger Wunstorfs mit ihrem Kaufverhalten darüber bestimmen. Darauf sollte man achten und Studien nicht nur punktuell betrachten.

  • annerosebecker52 sagt:

    Über den Weihnachtsmarkt freuen wir uns schon mal ,gespannt sind die Bürger der Barne ,ob das Weihnachnachtsgeschenk ,Öffnung der wieder zubefahrenden Barnestr im Bereich ,Rembrandrstr ,Barnestr,kleine Südheide usw. von dem Stadtrat versprochen ,beschert wird.Aber vielleicht wird es auch eine Osterüberraschung.Spannung steigt ,wir die Bürger dieses Stadtteils sind sehr gespannt…in diesem Sinne allen in dem Ballungsgebiet wohnenden Menschen eine schöne Adventszeit

  • Grit D. sagt:

    Wenigstens schoss bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes das Wetter nicht quer.
    Der Mensch freut sich auch über ansich Banales wie Schnee auf den Punkt genau einsetzend.
    Ironie? Vielleicht ein bisschen…

  • Geradeaus-Denker sagt:

    @Quer-Denker
    Ihr Kommentar lässt vermuten, dass Sie selber zu den gewählten Vertretern gehören oder ihnen irgendwie nahe stehen. Auch die politische Partei ließe sich gut erraten, wenn doch nicht eine „große“ Partei in Wunstorf ihr politisches Profil vollkommen verloren hätte, so dass man nicht mehr weiß, welches Parteiprogramm auf dem Nachttisch liegt.
    Der „normalen Bürger“, sowie auch viele aktive und ehemalige Politiker machen jedoch schon länger ein sehr großes Fragezeichen hinter die Entscheidungen der bestimmenden Politiker.
    Die Werbegemeinschaft sollte also vor der Kaufentscheidung der Bürger sehr wenig Angst haben.

  • Luise M. sagt:

    Leicht anders stimmt!
    Die Bratwurst kostet auf dem Weihnachtsmarkt 4€
    Beim Metzger, 100m weiter bekommt man sie für 3€

    • Grit D. sagt:

      @Luise M.

      Auch ich nehme die Gastro-Preise auf dem Weihnachtsmarkt als -Wortspiel!- ‚gepfeffert‘ war.
      Nicht ausschließlich zur Unterstützung der in der Pandemie sehr ‚gebeutelten‘ Markt-Beschicker und auch wegen der Stimmung kann ich gut nachvollziehen, dass so mancher bevorzugt, seine Bratwurst oder anderes auf dem Weihnachtsmarkt zu essen und bereit ist, tiefer ins Portemonnaie zu greifen als beim Anbieter ‚ums Eck‘.

      Ihne, der Leserschaft und der Redaktion der Auepost einen friedvollen (!) ersten Adventssonntag.

  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    Kontakt zur Redaktion

    Tel. +49 (0)5031 9779946
    info@auepost.de

    [Anzeigen]

    Artikelarchiv

    Auepost auf …