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Autos raus aus dem Barneviertel: Wunstorf will Vorzeigestadt der Verkehrswende werden

13.05.2023 • Daniel Schneider • Aufrufe: 6232

Leih-Lastenräder statt eigenes Auto: Bewohner des Barneviertels sollen ihre Fahrzeuge in Zukunft nicht mehr wie heute vor der Haustür abstellen können. Die Barne soll zu einem Vorzeigeprojekt der Verkehrswende werden – und Wunstorf damit zur „Leuchtturmkommune“. Ein Teil der Stadt wird damit wieder einmal zum Experimentierfeld.

13.05.2023
Daniel Schneider
Aufrufe: 6232
Eine durchaus typische Verkehrssituation in der bisherigen Barnestraße (Archiv) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (ds). Derzeit sind die Umleitungen im Barneviertel nur temporär: der Verkehr mitsamt Schulbussen kurvt derzeit durch zu enge Straßen, weil die bisherige Hauptzufahrt zu Schwimmbad, zu den Barneschulen, dem Sportzentrum oder zum Wohnquartier infolge des Barneplatz-Umbaus blockiert ist.

Daran lässt sich gut ablesen, was passieren wird, wenn der Verkehr weiter zunimmt. Und das wird er aller Voraussicht nach: Denn das alte Hallenbad wird zum großen Erlebnisbad umgebaut, und am Schulzentrum entsteht gerade Wunstorfs modernster Turnhallenkomplex, der nicht nur für Vereinssport, sondern auch für Veranstaltungen gedacht ist. Das Neubaugebiet Süd wird weiter wachsen, die Sportplätze werden erweitert und auch die Schülerzahlen steigen.

Nicht für das Fahrbahnparken gemacht

Auf der bestehenden Barnestraße wird das – auch wenn die Durchfahrt über den Barneplatz wieder frei ist – zu mindestens unschönen Situationen führen, womöglich sogar zum regelmäßigen Verkehrskollaps. Bereits jetzt ist die Grenze des Erträglichen derart überschritten, dass kurzfristige Entlastungsmaßnahmen ausgeführt wurden, obwohl der Linienverkehr außerhalb von Schulbuszeiten sogar eingestellt ist.

In den vergangenen Jahren gab es regelmäßig Probleme in der Barnestraße: Zwei Gelenkbusse im Begegnungsverkehr – und schon ging nichts mehr vor und zurück. Für so viel Verkehr wie in diesen Tagen war die Straße nie ausgelegt, erst recht nicht für die Zahl der Fahrzeuge, die dort heute parken. Denn das tun sie reichlich, weil im Altbestand der Wohnungen und Häuser zu wenig Stellflächen existieren.

Barnestraße 60er Jahre
In den 1960er Jahren war das Verkehrsaufkommen in der Barnestraße noch überschaubar – und die Autos kleiner | Foto: Archiv Wunstorfer Bauverein

Das liegt unter anderem daran, dass sich das Straßenprofil noch immer an der Verkehrssituation der 1960er Jahre orientiert. Damals waren Autos noch deutlich spärlicher gesät – und deutlich kompakter. Für die wenigen privaten Fahrzeuge, die damals fuhren, bot die Barnestraße in ihren ersten Jahren ausreichend Platz. Diese Zeiten sind lange vorbei.

Barnestraße soll zum „Vorzeigestraßenzug der Verkehrswende“ werden

Wie jetzt bekannt wurde, ist in der Barnestraße aber kein Bau eines Parkdecks geplant, um die Situation in den Griff zu bekommen. Stattdessen könnten die Verkehrsströme im Viertel durch neue Straßenführungen beeinflusst werden – aber vor allem sollen die parkenden Autos aus dem Barneviertel verschwinden.

Die Region Hannover hat die Verkehrswende ausgerufen, bei der Wunstorf ganz vorn mit dabei sein möchte. Unter dem Stichwort VEP 2035+ soll in den nächsten 12 Jahren der Autoverkehr in der Region halbiert werden.

Die Stadt möchte „die Verkehrswende aktiv begleiten und sichere Fuß-und Radwege anbieten“, wie es in einer Vorlage heißt. Schüler auf den Schulwegen sollen nicht mehr auf engen Gehwegen zwischen parkenden Autos hindurchlaufen müssen, sich ausweichende Fahrzeuge im Begegnungsverkehr sollen nicht mehr die Radfahrer an den Fahrbahnrand drücken. Die Stadt hofft hierbei auf eine Kooperation mit dem Wunstorfer Bauverein, der vor Ort die meisten Grundstücke besitzt.

Diese Situation soll überwunden werden: Die Gehwege sind für heutige Verhältnisse zu klein, Autos parken über die Schulwege ein oder direkt auf der Straße | Foto: Daniel Schneider

Die Stadtverwaltung wünscht sich die „Minimierung des ruhenden Verkehrs und verbesserte Anbindung durch Verkehrsmittel des Umweltverbundes“ zur Verbesserung der Aufenthalts- und Lebensqualität im Viertel. Übersetzt bedeutet das: Private Autos raus aus den Straßen, stattdessen Vorfahrt für Fahrräder, Lastenräder, Car-Sharing, Fußgänger, Taxi, Bus und Bahn.

Übersetzt bedeutet das: Private Autos raus aus den Straßen, stattdessen Vorfahrt für Fahrräder, Lastenräder, Car-Sharing, Fußgänger, Taxi, Bus und Bahn.

Ironischerweise wurde das Barneviertel einst exakt mit dem Ziel der guten Aufenthalts- und Lebensqualität errichtet. Vor rund 70 Jahren gelang das auch, aber über das genaue Gegenteil des nun Geplanten: Dem Individualverkehr wurde freie Fahrt verschafft, statt ihn aus dem Wohngebiet herauszuhalten. Fast die gesamte Barne ist nach dem Prinzip der sogenannten „autogerechten Stadt“ konzipiert. Die Menschen erhielten mehr Raum und Ruhe, indem der Straßenverkehr getrennt von Geh- und Radwegen ungehindert fließen konnte und damit kanalisiert wurde.

Hier soll sich die Verkehrswende in Wunstorf zuerst zeigen | Illustration: Auepost; Kartenmaterial © OpenStreetMap-Mitwirkende unter ODbL-1.0-Lizenz
Autos parken in der Barnestraße | Foto: Daniel Schneider

Durch Umbauten und Veränderungen in den vergangenen Jahrzehnten wurde diese Idee teilweise aufgeweicht, doch das Grundprinzip funktioniert bis heute. Nun scheint es an seinem Ende angekommen. Die Öffnung des Barneplatzes war so gesehen nur der Auftakt, nun soll das übrige Viertel folgen.

Auch Bahnhofsumfeld, Hochstraße, Stadtgraben, Südstraße und Luthe

Die Stadt Wunstorf will sich dafür nun um Unterstützung im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplanes 2035+ der Region Hannover bewerben und eine Leuchtturmkommune zur Verkehrswende werden. Die Ausarbeitung von Plänen zum Umbau zunächst der Barnestraße ist nur ein Teil davon. Auch das Bahnhofsumfeld soll z. B. grundlegend neu gestaltet werden und in Zukunft mehr Aufenthaltsqualität bieten. In diesem Rahmen soll auch die Fahrradanbindung nach Luthe verbessert werden.

Im Moment ist die Hochstraße noch fahrradfeindlich. Auch das dürfte sich bald ändern | Foto: Daniel Schneider

Nicht zuletzt steht die Umgestaltung der bald ehemaligen B441 im Stadtkern an: Wenn die Nordumgehung in Betrieb geht, wird die heutige Strecke über Hochstraße und Stadtgraben von der Bundesstraße zur städtischen Straßenführung – und ist dann überdimensioniert. Die Umgestaltung dieser Straßen soll ebenfalls Teil der Wunstorfer Verkehrswende sein.

Das Vorhaben zur „Leuchtturmkommune“ im Rahmen der Verkehrswende wird nun Ende Mai im Bauausschuss beraten. Später soll es dann auch zu einer Bürgerbeteiligung mit den Anwohnern im Barneviertel kommen, mit diesen soll über „neue Mobilitätsansätze“ für das gesamte Viertel diskutiert werden. Am Ende soll dann der „Vorzeigestraßenzug“ stehen, der als Vorbild für die Verkehrswende dienen kann.

Lesetipp: Die Barne - eine Trabantenstadt für Wunstorf
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Kommentare


  • Basti g. sagt:

    Ganz tolle Idee ! Wer lässt sich sowas einfallen ? Befragt mal lieber die bürger bevor ihr sowas beschließt

    • Lydia Bertani sagt:

      Demokratie war gestern! Heute wird diktiert; wer das kritisiert, ist böse!

    • Marc H. sagt:

      Wenn man die Bürger befragen und dass die Bürger entscheiden würden, dann bräuchten wir keine Kommunalpolitiker mehr, denn dafür sind sie ja gewählt. Und was sollte bei so einer Befragung der Bürger rauskommen? Wahrscheinlich, dass Häuser abgerissen werden sollen, um die Straßen zu verbreitern, damit sie sich noch fettere SUVs als Familienkutschen kaufen können, damit die lieben Kleinen noch komfortablere Elterntaxis haben. Vielleicht erfolgt so endlich mal ein Umdenken, dass ein Kleinwagen, bei dem die Betonung auf „klein“ liegt auch ausreichend ist um von A nach B zu kommen. Die Deutschen und ihr liebstes Spielzeug und Statussymbol, das AUTO – wenn da keiner vernünftige Entscheidungen trifft, dann werden es die Bürger auch nicht tun, die werden sich immer für Komfort, Bequemlichkeit und das Auto entscheiden. Wenn es nach den Bürgern gehen würde, dann hätte jeder mindestens 3 Parkplätze vor dem Haus – Hauptwagen, der Zweitwagen für dir Frau und der dritte Parkplatz für Gäste – und sich dann hintenrum aufregen, dass die Straßen immer voller werden und immer mehr freie Flächen zubetoniert werden.
      Man muß doch nur mal zu den Hauptzeiten, nachmittags oder auch so zwischen 16 und 18 Uhr mal durch die Wunstorfer Innenstadt fahren, die platzt aus allen Nähten – ein Wunder, dass man da noch durchkommt. Da muss sich was ändern und irgendwo muss man ja mal anfangen und ich denke es ist doch auch im Sinne der Bürger, wenn man in den Wohngebieten anfängt, das Verkehrsaufkommen zu verändern – zumindest die Bürger, die auch Anwohner der Betroffenen Gebiete sind, wird es sicher freuen, wenn sich was ändert und es ruhiger auf den Straßen wird.

      • Lydia Bertani sagt:

        Das klingt so, als hätte man es bereits vollständig akzeptiert, dass Kommunalpolitiker das machen, was sie wollen und den Wählerauftrag komplett ignorieren.
        Wie selbstverständlich!

      • wunstorfer sagt:

        „Man muß doch nur mal zu den Hauptzeiten, nachmittags oder auch so zwischen 16 und 18 Uhr mal durch die Wunstorfer Innenstadt fahren, die platzt aus allen Nähten – ein Wunder, dass man da noch durchkommt.“

        Tja, hätte man schon vor ca. 50 Jahren -als es erstmalig geplant war- die Nordumgehung gebaut, hätte Wunstorf im Berufsverkehr auch nicht den schönsten Stau der Region…

        Ein Leben ohne Auto wäre für den ein oder anderen vielleicht machbar/wünschenswert, aber sicher nicht für die Mehrheit der Bevölkerung – um diese geht es in einer Demokratie aber. Wenn (Kommunal-)Politiker gegen die Wünsche der Mehrheit entscheiden, werden sie halt nicht wieder gewählt.

        • Rudolf Ferl sagt:

          Sie wissen, wenn vor 50 Jahren die Umgehung gebaut worden wäre, wo diese Strecke wäre und in welcher Breite?

    • Elke sagt:

      Basti haut wieder einen raus!
      Genau das steht doch da. Es wird im Bauausschuss beraten und es gibt eine Bürgerbeteiligung.
      Das ist doch noch gar nicht beschlossen.
      Basti, lesen Sie gar nicht die Texte bevor Sie Ihre Kommentare schreiben?

      • Lydia Bertani sagt:

        Wenn es eine echte Bürgerbeteiligung geben sollte, keine handverlesene, ideologisch geprüfte Jury mit Veganer-Quote analog „Bürgerräte“ (Auch soll der Rat den „Anteil sich vegetarisch oder vegan ernährender Personen an der Bevölkerung“ repräsentieren.), deren Meinung man schon vorher kennt, kann man das Thema gleich wieder begraben.

        Wenn man es weiter verfolgt, muss man schon „dran drehen“. Ich halte das persönlich für sehr wahrscheinlich.

  • Renate können Topp sagt:

    Als Allererstes sollten die Eltern -Taxis verboten werden. Ich wohne in der Rubensstraße und die Szenen die sich morgens und mittags hier abspielen suchen Ihresgleichen. Rücksichtnahme auf die Kinder, die noch zu Fuß zur Schule kommen – Fehlanzeige. Die Eltern fahren über die Fußwege ohne Rücksicht auf Verluste

    • Marc H. sagt:

      Da hält sich doch keiner dran – es gibt immer welche die eine Ausrede finden, es trotzdem zu machen und dann kommen die anderen wieder und sagen sich, wenn die das machen, dann machen wir das auch.
      Beliebter Spruch von einem Freund von mir damals, wenn irgendwo das Schild „Anlieger frei“ angebracht war (natürlich eher scherzhaft gemeint): „Ich hab ein Anliegen – ich will hier durch!“ Und Schwups, fuhr man eben durch die Straße durch und die Ausnahme war auch gleich begründet. Machen andere ja auch so,…

  • Annerose Becker sagt:

    Auch ich sehe jeden Morgen ,ich lebe in der Rembrandtstr ,dass sehr viele Eltern ihre Sprösslinge zur Schule fahren.Es gibt in einem Schweizer Kanton ein Verbot für die Eltern die Kinder zur Schule zu kutschieren.Sinnvoll wäre das hier allemal.Da traut sich keiner ran,die Lehrer parken schon auf dem Weg zwischen den Schulen ,da die Eltern ,die Parkplätze blockieren ,liebe Stadtväter fängt da Mal an aufzuräumen,dann haben wir schon alle viel gewonnen

  • Maiglöckchen sagt:

    Wenn man mehr Sicherheit für Radfahrer und vor allem Schulkinder möchte, dann frage ich mich, warum man, als die Bahnunterführung saniert wurde, nicht dafür gesorgt hat, dass Radfahrer auf BEIDEN Seiten einen eigenen Fahrstreifen bekommen. Hier kommt es regelmäßig zu gefährlichen Situationen, weil Autofahrer sich noch schnell am nächsten Radfahrer vorbeiquetschen wollen. Eine Verbreiterung der Fahrbahn wurde damals jedoch abgelehnt.
    Die Verbannung des privaten Autoverkehrs aus der Barne würde ich als Schikane empfinden, würde ich dort wohnen.

  • wunstorfer sagt:

    Das wird wohl neben „Autos raus“ auch zum „Bewohner raus“ aus der Barne führen. Wer will schon wohnen, wo er nicht parken kann/draf? Leihlastenräder? Das ich nicht lache…

    Da wird mal wieder über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden – wahrscheinlich von Kommunalpolitikern mit Eigenheim und Garage, die den Unmut der Betroffenen in den Mietskasernen gar nicht nachvollziehen können…

    Fahrradverkehr über die Hochstraße ausbauen? Super Idee! Als ob die Brücke bei der Steigung ohne oder mit weniger Autoverkehr plötzlich fahrradfreundlich wäre. Also bei der Steigung einfach 400m hochschieben und dann auf der anderen Seite schön mit Schwung und Tempo 50 mit dem tollen Lastenrad auf die Fresse fliegen oder wie?

    • Elke sagt:

      Wieso „über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden“?
      Es gibt doch eine Bürgerbeteiligung.

      • Wunstorfer sagt:

        Ja toll, eine Bürgerbeteiligung, NACHDEM das Ziel „Autos raus“ politisch schon festgelegt wurde…

        Wird also wenn überhaupt ehr eine Beteiligung über das „wie“, nicht über das „ob“…

  • Marcel sagt:

    Die sollten lieber Mal die Energie dazu verwenden die alte Meerbahn wieder in Betrieb zu nehmen, nur von Wunstorf nach Steinhude. Das ist kein Zustand mehr, jeden Sommer stehen die ganzen Touristen überall, Kilometer lange Staus. Die machen auch vor Privat Grund kein halt.

    • Elke sagt:

      Was hat jetzt die Reaktivierung der Meerbahn mit einer Verkehrsberuhigung der Barnestraße zu tun?
      Kommentare, die mit den Worten „Die sollten lieber mal…“ sind meist besonders pfiffig.

  • Anwohner Barnestraße sagt:

    Na super! Jetzt kuschen wir als Bewohner der Barnestraße vor den ganzen Neubau-Muttis die jeden Morgen ihre verwöhnten Kids zur Schule fahren! Nein, ma he ich ich mit! Ich lasse mir meinen Parkplatz weggen denen nicht nehmen! Ich lasse nir mein Auto nicht verbieten! Ich bzw meine Familie ist auf das Auto Krankheits bedingt angewiesen! Wir fahren viel Rad in Wunstorf, brauchen aber das Auto für eventuelle Notfälle VOR DER TÜR !!!

    Was soll das? Wo sollen wir parken? Macht dich eure AUTOFREIEN EXPERIMENTE wo anders?
    Immer alles auf den Rücken der Bewohner der Barnestraße!
    Es sollte einfach der Verkehr der Eltentaxis minimiert werden.
    Man könnte zum Beispiel eine Zufahrt nur für Anwohner und Busse schaffen!
    Aber komplett Autofrei wird niemals funktionieren!

    Ehrlich gesagt, als Anwohner der Barnestraße fühlt man sich mehr und mehr als Mensch zweiter Klasse!

    Wir sind echt sauer und es wird sich mehr Wiederstand regen! Nein, so nicht Herr Bürgermeister!

  • Detlev Ulrich Aders sagt:

    Ich bin da ganz klar auf der Seite der Anlieger/innen der Barnestrasse und habe für dieses „Prestige-Projekt“ der Stadtverwaltung KEIN Verständnis. Andreas Niepel, Nicolas Lehrke und ich werden versuchen, das Beste für Sie „rauszuholen“.

  • Wolfgang Stemme sagt:

    Die Planungen der Stadt sind genial unterirdisch. Zuerst wurde die Lange Straße verschmälert, von den Konsequenzen liest man wöchentlich. Nun also ist die Barnestrasse in das Visier geraten, Vorfahrt für Räder, Rollatoren, E-Roller/Shopper, Fußgänger/Lastenräder, wo die Autos bleiben sollen, keine Rede. Sie werden sodann entlang der Paul Moor Schule stehen, oder über den Düendorfer Weg anfahren, auf den Parkplätzen am Mongolei Garden, sowie an der Barne Kita am Sportplatz, der Sudentenstraße und den umliegenden weiteren Straßen parken. Letztendlich wird man Anwohner Parkausweise ausgeben um weitere Schritte für eine grüne Stadt zu unternehmen. Hier gibt es also eine Verlagerung von A nach B bis C. Meine Schwiegermutter ist 85, wie sie nun beliefert werden kann, oder zum Arzt kommt, ist nicht geklärt, doch es gibt ja noch die Bürgerbefragung und ich hoffe, sie machen sich ihrem Unmut viel Luft. Danke an den Vorschreibern, die offensichtlich ebenfalls keine Freunde dieser möglichen Maßnahme sind.

  • Detlef Smolinski sagt:

    Ich habe schon vor 25 Jahren bei einer Bürgerbeteiligung in der Albert Schweizer Schule vorgeschlagen, eine Erschließungsstrasse zum Schul- und Sportzentrum Barne zu bauen. Da war vom H… Kreisel noch keine Rede.
    Wieviel Mut gehört eigentlich dazu das endlich zu machen?

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