Wunstorfer Auepost

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Acht Monate nach personellem Neustart, nach Corona und Stadttheater-Renovierung präsentiert sich der Kulturring in bester Verfassung und den Wunstorfern ein Programm mit neuen Akzenten. TV-Star Claudia Michelsen gastiert, ebenso Peter Bause, Büchners Woyzeck kommt als Punk-Rock-Musical, und Daphne de Luxe lässt tief blicken. Daneben auch Gewohntes wie Göttinger Symphonie Orchester und Ohnsorg-Theater. Der Vorstand modernisiert kräftig und riskiert: Die Engagements für die neue Saison kosten 100.000 Euro.

Mit der Gründung eines Vereins hat das Lese- und Kulturfestival den Schritt von der losen Initiativgruppe zur strukturierten Organisation getan: Im April haben die Initiatoren Nicole Watermann-Ulrich und Florentine Pichon mit Gleichgesinnten einen gemeinnützigen Verein gegründet. Inzwischen ist der ins Vereinsregister eingetragen. Die Vereinsgründung soll auch ein Signal sein: Das Festival will sein breit gefächertes Angebot auf lange Sicht etablieren.

Die Zauberer Timothy Trust und Diamond Díaz waren am 1. Juli in Wunstorf. Sonst tritt das Duo unter anderem im Europa-Park Rust und im GOP auf. Diesmal sind sie mit ihrer Show „Simsala Shakespeare“ auf Geisterjagd in der Auestadt. Einige Wunstorfer hatten sie zuvor bereits im Bürgerpark verzaubert.

Über ein Jahr mussten die Wunstorfer warten, dass Patricia Kelly nach Wunstorf kommt. Am Samstagabend war es endlich so weit.

Matthias Reim in Wunstorf: Die ganze Stadt wartet auf einen Song, der aber erst am Ende des Konzerts als Zugabe gespielt wird. Doch schon vorher fliegen BHs auf die Bühne.

Kultur in geballter Form: Kunstverein und Forum Stadtkirche präsentieren zeitgleich und in direkter Nachbarschaft zwei Ausstellungen der besonderen Art. Der Bordenauer Künstlerin Ingrid Pawlowski gilt eine Hommage in der Abtei, das Forum stellt Arbeiten von drei Bielefelder Künstlern vor und geht in der Vernissage neue Wege.

Das Wetter am Samstagabend tat alles dafür, um den Schlagerfans in Wunstorf das Open-Air-Erlebnis zu vermiesen. Aber die dachten gar nicht daran, packten die Schirme aus – und ließen die Stimmung explodieren.

Konzertveranstalter Adis Bajric hat wie versprochen nachgelegt: Nach der Premiere des Wunstorfer Kultursommers im vergangenen Jahr gibt es nun die 2. Saison – Größen wie Matthias Reim, Kerstin Ott, Patricia Kelly oder Michael Schulte treten an diesem und kommendem Wochenende in Wunstorf auf.

Badehosen raus – oder auch nicht: Beim Veranstaltungswochenende bewies das Wunstorfer Lese- und Kulturfestival einmal mehr, dass man ein Freibad problemlos in eine Konzert- und Lesebühne verwandeln kann. Die Gäste, Autoren und Künstler überraschten auf ihre ganz eigenen Weisen.

Wunstorf ist Kunstorf. Diese Devise hat Ingolf Heinemann vom Kunstverein in die Welt gestellt. Kunstorf? Oder Kultur-Stadt? Oder beides? Besonders am kommenden Wochenende ist die Programmfülle groß. Drei Beispiele: Kunst im Turm, Kunst in der Abtei, Handwerkskunst in Idensen. Und: Kunst und Musik in Steinhude, Spanisches Fest auf dem Wilhelmstein, das Thema Widerstand in Idensen, Schlagerparty auf dem Schützenplatz, Familien-Zaubershow im Stadttheater. Nicht zuletzt: „Cordula Grün“ in Küsters Hof und eine Familien-Messe.

Das Wunstorfer Lese- und Kulturfestival hat nun Vereinsstatus erlangt – und macht das Naturerlebnisbad in Luthe wieder zur Bühne für hochkarätige Autoren und Künstler. An diesem Wochenende ist Festivalstimmung für Jung und Alt angesagt.

Im Juni treten die beiden Grundschulchöre „Barnebees“ und „Die Groheidos“ unter Leitung von Matthias Schwieger auf.

Das Kulturnetzwerk – Wunstorfs junger, loser Zusammenschluss von Organisationen, Institutionen und Vereinen aus der Kulturszene der Stadt – tritt am Sonnabend, den 10. Juni 2023, erstmals an die Öffentlichkeit: Zwischen Rathaus und Stadtkirche steht der Bauwagen der Blumenauer Initiative KRuG, um während Neubürgerempfang und Matjesessen Gespräche anzubieten. Info-Material gibt es in Tüten.

Jüdisches Leben war sehr lange Zeit ein wichtiger Bestandteil der Wunstorfer Gesellschaft. Zu den besten Kennern dieses Kapitels Stadtgeschichte zählt Eberhard Kaus. Das Forum Stadtkirche und der Arbeitskreis Erinnerungskultur geben dem Buchautor und früheren Lehrer Gelegenheit, sein Wissen weiterzugeben.

Mobbing In Klassen, Streit auf dem Schulhof, Ausgrenzung von jungen Menschen. Was kann man dagegen tun? Respekt füreinander schaffen und falsche Vorbilder ablegen, sagt Chorleiter Matthias Schwieger – und verpackt die Botschaft direkt in ein Musical. An diesem Dienstag ist Uraufführung im Stadttheater.

Seit 1987 war sie an der Musikschule Wunstorf – nun geht Christiane Kampe in den Ruhestand. Das letzte Konzert mit ihren Sängerinnen und Sängern findet am 3. Juni statt.

Die Pfunds-Kerle sind zurück. Und mit ihnen die Stimmung und das gute Wetter in Wunstorf.

Kritiker Jesper Schwarzer zwischen bunten Steppjacken, randlosen Brillen und einem grantigen Künstler: Am 14. April brillierte Wolfgang Trepper im erst halb umgebauten Stadttheater. Dabei wechselte dieser zwischen politischen Appellen, nostalgischen Rückblicken und komödiantischen Anekdoten.

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