Wunstorfer Auepost

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Das vergangene Wochenende stand im Zeichen der Literatur. Es zeigte, welche Kraft und Wirkung Sprache haben kann. Herausragend: der Auftritt von Claudia Michelsen im Stadttheater. Die Schauspielerin las aus „Momo“, begleitet vom Percussionisten Stefan Weinzierl.

Zwei Lesungen, zwei Autoren, ein Veranstaltungsort: Sybille Narberhaus und Markus Rahaus gewährten in der Abtei Einblicke in ihre Welt der Nordseekrimis.

Der Kultur-Kalender für Wunstorf ist übervoll: Gerade hat der Kulturring mit einem Musical und einer besonderen Lesung die neue Abo-Saison eingeläutet und das Lese- und Kulturfestival zwei Krimi-Autoren vorgestellt, da präsentiert der Kunstverein schon seine nächste Ausstellung: Werke von Patricia Dreyfus sind bis Ende Oktober in der Abtei zu sehen.

Am vorletzten Samstag im September wurde die Abtei beim zweiten Poetry Slam wieder zur literarischen Arena. In Kooperation mit dem Wunstorfer Lese- und Kulturfestival hatte Tilman Döring geladen – und sorgte wieder für ein ausverkauftes Haus.

Die Macher von der Initiative Lese- und Kulturfestival haben doppelten Grund zur Freude: Mit Wiebke Osigus, der Niedersächsischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, hat der junge Verein eine prominente Unterstützerin gewonnen. Die SPD-Landtagsabgeordnete aus Neustadt brachte Bücher mit und kündigte eine Spende und eine Lesung an. Außerdem wurde die Gruppe beim WWKULTURPREIS der Westfalen Weser Energie ausgezeichnet.

Am 1. Oktober kann man im Rahmen der Orgelentdeckertage bei der Stifts-Kirchengemeinde selbst versuchen, eine Orgel zu bauen. Oder man lässt sich von Stiftskantorin Claudia Wortmann die Geheimnisse des Instruments bei einer Führung zeigen.

Im kommenden Jahr besteht die 1974 neugebildete Stadt Wunstorf seit 50 Jahren. Der Heimatverein legt dazu einen Schwerpunkt seiner neuen Vortragsreihe auf diesen Aspekt der Stadtgeschichte. Aber auch die Eisenbahngeschichte, das Kaliwerk und die Grafen von Wunstorf sind Thema.

Im März hatte es den Dichterwettstreit in der Stadt zum ersten Mal gegeben – nun steht an diesem Samstag Teil 2 des Wunstorfer Poetry Slam an. Fünf Poeten kämpfen wieder in der Abtei um den Titel.

Das Lese- und Kulturfestival hält am Freitag, den 6. Oktober 2023, gemeinsam mit dem Forum Stadtkirche einen Leckerbissen für Freunde anspruchsvoller Unterhaltung bereit: Matthias Brodowy liest aus seinem neuen Buch „Klappstuhl und ich“. Der Vorverkauf für die satirischen Miniaturen hat begonnen.

Klassik bis Jazz: Am kommenden Sonntag gibt das große Orchester der Wunstorfer Musikschule ein Konzert im Stadttheater. Zuvor schon gab es jedoch ein großes Wiedersehen unter Aktiven und Ehemaligen.

Wird die Nacht der Kultur nach dem großartigen Start nun zum festen Termin in Wunstorf? Die Chancen stehen nicht schlecht, dass es eine zweite Nacht der Kultur geben wird. Was sagen die Organisatoren zur Zukunft des Events?

In den vergangenen Tagen waren die Mitglieder des Jungen Wunstorfer Streichorchesters gemeinsam in Goslar, um sich auf den kommenden Sonntag vorzubereiten: Ein großes Konzert steht an, bei dem auch der Musikschul-Kinderchor und das Streicherensemble Camerata Capriccio zu hören sind.

Im September finden neben den regulären Stadtführungen auch einige Themenführungen statt: Jüdisches Leben, die Stiftskirche und die Wunstorfer Eisenbahngeschichte stehen auf dem Programm.

Gut zwei Wochen vor der nächsten großen Aktion – der Nacht der Kultur des Kulturnetzwerks – hat das Forum Stadtkirche am Sonntagvormittag mit einer Finissage die aktuelle Ausgabe seiner renommierten Reihe „Kunst im Turm“ beendet.

Bunte Italo-Blechbläser am „Wäldchen“: Ein heißer Auftritt von Brazzo Brazzone zog die Leute am Freitag nach Blumenau.

Improvisationstheater, Big-Band-Sound, Kunsthandwerk, Lesungen, Poetry-Slam, Fotos und Filme, Information, Unterhaltung und vieles mehr: Die erste „Nacht der Kultur“ in der Innenstadt soll Vielfalt und Qualität der Wunstorfer Kulturszene geballt vor Augen führen und Appetit in jeder Beziehung machen. Die lokale Gastronomie ist am Freitag, 8. September, von 17 bis 22 Uhr dabei, und das „Late Night Shopping“ ist ein weiterer Anreiz. Der „Kraftakt“ des neuen Kulturnetzwerks soll Vielen Vieles bieten.

Von der Kirche ins Hotel: Die Kunstkurse des Hölty-Gymnasiums zeigen ihre Arbeiten vom 3. September an im Hotel Cantera. Das Motto „Wunstorf mal(t) anders“ ist gleich, aber der Kooperationspartner ist neu: Nach dem Forum Stadtkirche im März ist es im lichtdurchfluteten Hotelflur nun der Kunstverein Wunstorf.

Die Auszeit geht zu Ende, das neue Schuljahr beginnt bald. Damit auch die Proben der Wunstorfer Kinderchöre, die Albrecht Drude aufgebaut hat. Kurz vor Ferienbeginn ließ der Musikschullehrer Können und Begeisterung seiner kleinen Sängerinnen und Sänger im Stadttheater gekonnt aufblitzen.

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