Wunstorfer Auepost

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Statt Millionenumbau aufs Bestehende konzentrieren: Das „Elements“ soll reines Sportbad bleiben und die Freizeitschwimmer sollen gerne Neustadt und Seelze besuchen – das fordert die Wunstorfer FDP.

Über 100 Kinder, aber nur Raum für 50: Die Paul-Moor-Schule kämpft weiter mit Platzproblemen. Die Erweiterung ist schon geplant, doch FDP und CDU in der Region dringen auf sofortige Maßnahmen.

Die schöne Zeit im kleinen schicken Laden an der Nordstraße ist bald vorbei: Das Team von der Idenser Dorfmanufaktur muss den Standort in der Innenstadt räumen, weil der Abriss des Hauses bevorsteht. Investor Rainer de Groot will sein Projekt jetzt umsetzen. Auf den Grundstücken 5, 7 und 9 entsteht ein Neubau.

Zwischen der Wunstorfer Werbegemeinschaft und der Stadt kündigt sich eine weitere Auseinandersetzung an: Der Zusammenschluss der Gewerbetreibenden wünscht sich „eine respektvolle Weiterentwicklung“ der Fußgängerzone und einen „Umbau, der allen nutzt”. Am 14. August soll es einen „dringlichen Informationsaustausch“ geben.

Der kommende Umbau der Wunstorfer Fußgängerzone soll die Innenstadt fit machen für das nächste halbe Jahrhundert. Bei den Händlern der Innenstadt herrscht jedoch mitunter große Skepsis. Manche Läden könnten dadurch dauerhaft verschwinden, so die Befürchtung.

Ein gutes halbes Jahr nach der Übernahme der Wunstorfer Stadtsparkasse beginnt die Sparkasse Hannover, Zeichen zu setzen: Das Gebäude am Marktplatz wird komplett abgerissen, und an derselben Stelle entsteht für 18 Millionen Euro ein Neubau mit Backsteinfassade und markanten Giebeln. Während der Bauphase ab 2026 betreibt das Institut drei Ausweichquartiere in unmittelbarer Nähe – für weitere zwei Millionen.

Das Projekt Barnekreisel kommt auf den Prüfstand: Das städtische Baureferat soll das Vorhaben analysieren. Nach der Sommerpause soll sich der Bauausschuss des Rates mit der verwaltungsinternen Aufarbeitung befassen. Das hat Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) entschieden. Ziel: aus Fehlern lernen. 

Während Bäderbetriebe und Stadt sowohl Personal als auch Projektmanager und Architekten für die Erneuerung des Hallenbads suchen, hinterlässt die jüngste Vergangenheit ihre Spuren: Zwischen bisher zuständigen Planern und der städtischen Bädergesellschaft ist es zu einem juristischen Streit gekommen.

Die Überschrift zum Antrag ist sperrig, das Motiv der Autoren weitreichend: Die Ratsfraktion der Grünen wünscht sich genauere Blicke auf die Effektivität des Rathauses. Sie will die Transparenz der Verwaltung erhöhen und regelmäßig über den Stand der Dinge informiert werden – ohne ständig nachhaken zu müssen. SPD/CDU-Gruppe und AfD lehnen das ab, Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) ebenfalls.

Hotelbetrieb auf der Insel Wilhelmstein wird es künftig wohl nicht mehr geben. Die jetzigen Pächter verlängern den laufenden Vertrag nicht. Für die nächste Saison wird ein neuer Pächter gesucht, der die Gastronomie übernimmt. Jetzt für 2025 soll noch alles wie gewohnt stattfinden.

Was geschieht hinter den Kulissen, um das Wunstorfer Hallenbad wieder in Betrieb zu nehmen? Die Stadt sagt, was derzeit alles getan wird, damit das „Elements“ spätestens bis zum 15. September wieder öffnen kann.

Die plötzliche Schließung des Hallenbads einschließlich Vorgeschichte und Krisenbewältigung entwickelt sich zum Hauptthema der aktuellen Stadtpolitik: Nach der CDU kritisieren auch Grüne und FDP die Problemlösung und vor allem die Informationspolitik. Im Blickpunkt: Bürgermeister und Bäder-Aufsichtsrat.

Mitten in der Wunstorfer Fußgängerzone, in der Langen Straße nicht weit vom Kuhbrunnen, hat ein Kiosk eröffnet. Seit vergangenem Mittwoch gibt es „Mo’s Kiosk“.

Die Schließung des Hallenbades kostet die Stadt bares Geld: Von Ende April 2024 bis Ende April 2025 sind die Erträge der Bäderbetriebsgesellschaft um eine Viertelmillion Euro zurückgegangen. Sie betrugen am 30. April dieses Jahres nur noch 23.000 Euro. Das zeigt eine Bilanz, die die städtische Pressestelle am heutigen Dienstag vorgelegt hat.

Im städtischen Haushalt für 2025 droht ein Defizit von bis zu drei Millionen Euro. Ausfälle bei den Steuereinnahmen sind die Ursache. „Die Wirtschaftskrise ist bei den Kommunen angekommen“, heißt es im Rathaus. Sofortige Konsequenzen wie etwa eine Haushaltssperre sind nicht geplant. 

Die Einschränkungen für Kunden der Sparkasse Hannover nach der technischen Fusion mit der früheren Stadtsparkasse Wunstorf sind aufgehoben: Die Sparkasse hat am Wochenende die IT-Integration erfolgreich beendet, ohne dass dabei Schwierigkeiten aufgetreten wären. Die Systeme sollen nun wieder regulär genutzt werden können.

Die SPD-Fraktion im Wunstorfer Stadtrat lässt sich den Vorwurf des Totschweigens in Sachen Hallenbad nicht bieten: Eine solche Schuldzuweisung sei absurd. Das, was die gestartete Petition fordere, geschehe längst – und dies sei auch kein Geheimnis. Man unternehme alles, um auch das Hallenbad bald wieder in Betrieb nehmen zu können. Für die CDU haben die Genossen noch einen Seitenhieb parat.

Die Schwimmbaddebatte in Wunstorf eskaliert. Während Verantwortliche das Thema mit Blick auf pragmatische Lösungen am liebsten unter dem Radar halten würden, pocht die Öffentlichkeit darauf, dass es irgendwie weitergeht. Nun fordert auch die CDU den Bürgermeister auf, Antworten zu geben – und stellt quasi ein Ultimatum.

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