Wunstorfer Auepost

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Der Kulturring setzt seine Bemühungen um Modernisierung fort – mit Erfolg: Die Abonnentenzahlen steigen und die Mitgliederzahlen ebenso. Das Programm für die 75. Spielzeit bietet erneut Besonderheiten. Allerdings ist die Saison deutlich kürzer als üblich: Wegen des Umbaus von Foyer und Toiletten schließt das Stadttheater. Die Karten kosten künftig einen Euro mehr.

Die Grotjohann-Ausstelllung in der Abtei wurde eröffnet – und das „Lagerfeld-Bild“ ist jetzt schon Stadtgespräch. Das neue Führungsduo des Kunstvereins rückt einen Künstler ins Licht, der weitere Blicke verdient.

Vergleichbares hat die Stadtkirche in jüngster Vergangenheit nicht geboten: Vor der außergewöhnlichen Dekoration des Kirchenschiffs mit Arbeiten des Streetart-Künstlers Patrick Wolters präsentiert die hannoversche Sängerin Tokunbo Songs aus ihren Alben. Besucherinnen und Besucher sind begeistert – das Forum Stadtkirche stolz und zufrieden.

Klaus-Walter Grotjohann ist zu Lebzeiten als Maler stets im Verborgenen geblieben. Eine Ausstellung in der Abtei holt sein Schaffen nun erstmals in die Öffentlichkeit.

Da ist Graffiti in der Stadtkirche … die Dokumentation einer in Wunstorf so noch nie gesehenen Form einer Kunstausstellung.

Alle Spielorte, Bühnen und Uhrzeiten zur 2. Wunstorfer Nacht der Kultur in der Übersicht.

Wer es vor zwei Jahren verpasst hat, hat nun eine neue Chance: Die Nacht der Kultur in Wunstorf ist zurück. Der heutige Freitag wird ganz groß in der Innenstadt – und verwandelt Orte, die man bislang nicht als Kulturstätten gekannt hat, in Bühnen.

Die Laienspielgruppe Großenheidorn hatte Jahreshauptversammlung und gibt einen Ausblick auf 2026. Schon in dieser Woche ist sie aber während der Nacht der Kultur in Wunstorf zu sehen.

In der Dorfkirche Luthe war Mitte April eine besondere Band zu Gast. Popkantor brachte Rockmusik vor den Altar.

In der Stadtkirche ist derzeit die Ausstellung von Werken „unbekannter Künstler“ zu sehen – Gemälde, die Teilnehmer von Ex und Job geschaffen haben. Die Vernissage rief ein großes Echo hervor.

Stadtkirche, Forum und ein Autor aus dem Verlagshaus Madsack – das ist offenbar ein harmonischer Dreiklang: Nach Simon Benne füllt auch Meisterschreiber Imre Grimm mit seinem Solo-Programm das Kirchenschiff. 120 Besucher lachen Tränen, wenn Grimm von sich und seinem Alltag erzählt und die Welt zwischen Arztrezept, Alexa und Songcontest seziert und erklärt.

Ex und Job: Der griffige Name steht für vielfältige Hilfe für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen. Das innovative Sozialunternehmen – seit 1982 Vorreiter in der Betreuung von Rehabilitanden – tritt erstmals mit einer Ausstellung in der Stadtkirche an die Öffentlichkeit: „Die Welt der unentdeckten Künstler“ startet am Sonntag, den 6. April.

„Eigene Wege sind schwer zu beschreiben. Sie entstehen ja erst beim Gehen.“ So textet und singt Heinz Rudolf Kunze. Die neuen Wege, die der Kulturring Wunstorf seit einiger Zeit mit seiner Programmerweiterung und verbessertem Service wagt, sind eher leicht darzustellen: erfolgreich. Sie entstehen nicht beim Gehen, sondern in intensiver, auch kontroverser Diskussion im Vorstand. Mit „Carmina Burana“ ist ein neuer großer Wurf gelungen.

Dass ein professionelles Musical in Wunstorf Weltpremiere feiert, das hatte es noch nicht gegeben. Zumindest nicht in der langen Geschichte des Kulturrings. ,,Mörder unter sich” war bei der Uraufführung im Stadttheater ein Riesenerfolg. Nun arbeiten Programmmacher und Künstler an einer Neuauflage.

Autorenlesungen für Erwachsene und vor allem viel Lesespaß für Kinder: Das Wunstorfer Lese- und Kulturfestival plant für 2025 wieder einige Veranstaltungen. Neu hinzukommen soll der Bücherkoffer für Grundschulen.