Wunstorfer Auepost

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Das Wohnprojekt „Viertel vorm Meer“ in Steinhude liegt auf Eis. Die Investoren haben erst lange gezögert und nun Teilflächen verkauft. Auch die dort geplante Kindertagesstätte wird nicht gebaut. Die Stadt übernimmt das Grundstück. Das Millionen-Geschäft wirft viele Fragen auf.

Die Kanalisation im Bereich der Innenstadt weist „zahlreiche Schäden“ auf. Das hat die Stadtverwaltung auf Anfrage bekanntgegeben. Aufnahmen von den Schäden sollen „zeitnah“ über die sozialen Medien veröffentlicht werden. Der bedenkliche Zustand von Teilen der Kanalisation ist in jüngster Vergangenheit zu einem der Hauptargumente für die Umgestaltung der Innenstadt geworden.

Die SPD im Ortsrat Blumenau wirft der CDU Blockade und politische Verhärtung vor – weil kein Geld mehr an den KRuG e. V. fließen soll. Bei der CDU reagiert man irritiert: Die SPD habe die Mittelneuverteilung doch einstimmig selbst mitbeschlossen und verfälsche nun den Eindruck von der Ortsratsarbeit.

Das Preisgericht hat bereits entschieden, das Ergebnis, wie die Wunstorfer Fußgängerzone künftig aussehen soll, bleibt aber noch unter Verschluss. Nun wird erst noch der Arbeitskreis ins Leben gerufen, der eine Art Moderationsstelle für die unterschiedlichen Interessen werden soll. Künftige Details der Planungen sollen hier zur Sprache kommen.

Zunächst in den vergangenen Jahren nur punktuell und zuletzt als Konkurrenz zu Opik flächendeckend in einigen Wunstorfer Ortsteilen aktiv, wollen die Neustädter nun auch im übrigen Wunstorf Glasfaser legen. Die entsprechenden Ausbauanträge für die Kernstadt, Steinhude, Mesmerode und Bokeloh wurden bei der Stadt Wunstorf eingereicht.

Falls das Herz der Stadt zur Groß-Baustelle wird, sollen Mitmachaktionen die „Betroffenheit“ von Anliegern und Nutzern mildern. Dem Beispiel anderer Städte folgend, schlägt die Stadtverwaltung „offene Baustellen“, Baustellen-Partys und Spielangebote für Kinder vor. In der Stadtgesellschaft wächst aber der Unmut.

Die Dorfmanufaktur ist in ein neues Ladenlokal gezogen, wurde zur Firma mit 15 Gesellschaftern und verkauft vielfältiges Kunsthandwerk. Trotz positiver Resonanz bleibt der Standort unsicher – die Miete ist nur dank wohlwollender Vermieter tragbar.

Eine Anfrage der Grünen bei der Stadtverwaltung offenbart: Steuertechnisch kann man der Stadt derzeit ein X für ein U vormachen – und einen Dackel zum Schäferhund werden lassen. Oder das Tier gleich ganz verschweigen, ohne aufzufallen. Denn die Stadt führt wegen veralteter Daten noch keine Kontrollen durch.

Seit dreißig Jahren ist die Rekal-Anlage in Sigmundshall in Betrieb. Das Betriebsjubiläum wurde nun offiziell gefeiert.

Ein Jahr vor der Kommunalwahl will der Bürgermeister die Struktur des Rathauses ändern. Am Mittwoch kündigte er drei Schwerpunkte an: Ausrichtung auf Zukunftsthemen und bessere Steuerung der Organisationseinheiten sowie Optimierung der „Kommunikation Richtung Politik und Öffentlichkeit“.

Die Dorfmanufaktur zieht dauerhaft in die Wunstorfer Innenstadt. Anfang Oktober ist Neueröffnung im ehemaligen „Gulliver“-Geschäft.

Die Gebührensatzung für Sondernutzungen der Fußgängerzone soll geändert werden. Investor Rainer de Groot muss danach nur die Hälfte der ursprünglich fälligen 44.000 Euro für den Bauzaun vor seinem Bauprojekt an der Nordstraße zahlen.

Villa Rehberg

Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) hat ihr Projekt, am Düendorfer Weg ein Familienzentrum zu bauen, zu den Akten gelegt. Die Idee, mit der Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) 2021 unter anderem in den Wahlkampf gezogen ist, lasse sich nicht umsetzen. So heißt es in einer Informationsdrucksache aus dem Rathaus.

Die Stadt rückt von ihrer roten Linie beim Vion-Gelände ab und würde nun einen niedrigeren Lärmschutzwall akzeptieren. Mit Lärmschutzverglasung, weniger Grünfläche und dichterer Bebauung soll das Projekt nun doch wirtschaftlicher gemacht werden.

An der Nordstraße hat der Abriss dreier Altbauten am Rand der Fußgängerzone begonnen. Das Unternehmen Hus de Groot will dort ein Wohn- und Geschäftshaus für fünf Millionen Euro bauen. Das Projekt hat eine weitgehende Sperrung der Speckenstraße ausgelöst und eine kommunalpolitische Debatte um die Gebühren für die Aufstellung des Bauzauns. Der Investor soll 44.000 Euro für die Sondernutzung zahlen.

Das Wunstorfer Hallenbad ist wieder regulär in Betrieb – und einige neue Gesichter sind an Bord. Unvorhergesehene Schließungen wegen Personalmangel im „Elements“ sollen damit der Vergangenheit angehören.

CDU und SPD haben sich bei der Wohnungsbaupolitik in Wunstorf wieder vertragen und finden zu einem großen Kompromiss: Nun sollen alle Ideen von beiden Parteien gleichzeitig zum Zuge kommen.

Vor einem Dreivierteljahr waren noch viele leerstehende Geschäfte in Wunstorf zu sehen – das soll Vergangenheit sein. Die Stadtverwaltung meldet nur noch 2 Geschäftsleerstände, die aktuell länger andauern. Ansonsten tut sich gerade viel in der Innenstadt.

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