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Der Jahnplatz soll nicht bebaut werden. Das hat der Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung gegen eine Stimme von der AfD beschlossen. Es sollen dort weder Wohnhäuser noch „Sonderbauten“ entstehen. Das weitere Vorgehen soll zwischen den Fraktionen und mit Interessierten gründlich beraten werden. Festlegungen für das Freibadgelände gibt es nicht. Die beiden Anträge von CDU/FDP/Grüne und SPD waren zuvor zurückgezogen worden.

Vion-Gelände-Investor Björn Hiss hatte eigentlich vor, an diesem Wochenende zum Wunstorfer Schützenfest zu kommen. Nachdem ihm signalisiert wurde, dass das keine gute Idee sei, verschiebt er nun seinen Wunstorfbesuch.

Während der zurückliegenden Stadtratssitzung hat sich etwas noch nie Dagewesenes ereignet. Der Bürgermeister und die erste stellvertretende Bürgermeisterin stimmten gegen den Mehrheitswillen ihrer eigenen Partei. Der Auslöser: Die Frage, wie lange in Steinhude kostenlos kurzgeparkt werden darf.

Sozialwohnungen werden auf der Vion-Brache vorerst nicht entstehen: In vertraulicher Sitzung hat der Rat eine Zurückstellung der Bauvoranfrage der „Neue Mitte“ beschlossen. Auf einer Teilfläche will Investor Hiss eigentlich Blocks mit 80 Wohnungen errichten. Dafür – und für das Gesamtprojekt – hatte er Stunden zuvor in Veranstaltungen für Interessierte vehement geworben. Nun geht die Sache wohl vor Gericht.

Vor drei Wochen gegründet, berichtet die Bürgerinitiative ,,Rettet die grüne Lunge” von großer Unterstützung: 1.151 Wunstorfer haben sich den Forderungen der inzwischen 44 Mitglieder starken Gruppe per Unterschrift angeschlossen. Die Initiatoren wollen ihre Aktion fortsetzen und in Ortsrat Wunstorf und Stadtrat Präsenz zeigen.

Die Stadtverwaltung fürchtet, dass auf dem ehemaligen Vion-Gelände mit den neuen Plänen des Eigentümers ein Ghetto entstehen könnte. Die Alternativpläne für verdichtete Bebauung mit Mehrfamilienhäusern neben dem Flüchtlingswohnheim werden abgelehnt. Eigentümer Neue Mitte will jedoch weiterhin bauen oder aber das Gelände anderen Investoren verkaufen – aber nicht unter Wert.

Des Einen Leid, des Anderen Freud: Aus der Dorfmanufaktur wird für ein paar Monate eine City-Manufaktur, weil Großinvestor Rainer de Groot Wohnbauprojekte vorerst auf Eis gelegt hat. Der Idenser Verein von Kunsthandwerkern ist bis September im Haus Nummer 9 in der Nordstraße aktiv. Die neue Repräsentanz, war schon vor der Eröffnung ein Besuchermagnet. Auch in die Nachbarobjekte sollen Zwischennutzer einziehen, eine Agentur vermittelt.

Könnte eine Art Freibad in Wunstorf wieder Wirklichkeit werden? Der BUND in Wunstorf fordert nicht nur den Erhalt des Jahnplatzgeländes, sondern auch, dass es dort an der Alten Südaue wieder wie einst eine Bademöglichkeit geben sollte.

Auf einmal schwenkt die SPD um und schlägt vor, aus dem Jahnplatzgelände vor allem wieder einen großen Stadtpark werden zu lassen. Von weitreichender Bebauung ist keine Rede mehr. Die Bürgerinitiative zur Erhaltung des Jahnplatzes macht trotzdem weiter und hat bald 500 Unterschriften gesammelt.

Etwa 20 Anlieger von Jahnplatz und Freibad an der Amtsstraße haben am Dienstagabend die Bürgerinitiative „Rettet die Grüne Lunge Wunstorfs“ gegründet. Nächster Schritt: eine Unterschriftenaktion, mit der ihre Forderung untermauert werden soll, die Flächen nicht zu bebauen. Die SPD hat sich inzwischen auf „sinnvolle, bedarfsgerechte Randbebauung“ festgelegt. Die CDU unterstützt mit Grünen und FDP die Bürgerinitiative.

Schaltet sich die Region Hannover in die Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung und dem Investor Neue Mitte Wunstorf (NMW) ein? NMW-Chef Björn Hiss hat den Planungs- und Umweltdezernenten der Region zur Teilnahme an seiner öffentlichen Informationsveranstaltung am 15. Mai eingeladen. An diesem Tag will Hiss mit seinen Experten wenige Stunden vor einer wichtigen Sitzung des Rates der Stadt seine Pläne für die Vion-Brache vorstellen.

Die Postbank zieht ihr Angebot aus den Postagenturen ab. In Wunstorf verschwindet damit das entsprechende Bankdienstleistungsgeschäft aus dem stationären Handel.

Das Wohnbauprojekt Neue Mitte bleibt ein Thema. Von der Stadt offiziell im Dezember auf Eis gelegt, hat die Vion-Brache am Luther Weg jetzt das Interesse zweier Entwicklungsgesellschaften geweckt. Zudem will der Düsseldorfer Grundeigentümer auf einer Teilfläche fünf Blocks mit Sozialwohnungen bauen. Darüber soll der Rat der Stadt im Mai entscheiden. Stadtverwaltung und Ortsrat Wunstorf sagen Nein dazu.

Am vergangenen Wochenende war Wirtschaftswochenende in Wunstorf – und es zog die Besucher wie erwartet in den Bann. Altbekannte Aussteller mit neuen Ideen und neue Aussteller mit Unerwartetem trumpften auf.

Im Rathaus geht eine Ära zu Ende: Mit Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm verlässt Ende des Jahres ein Mann die Verwaltung, der quasi zum Inventar gehört. Schwamm geht in den Ruhestand, arbeitet aber vorher noch seinen Nachfolger Jan Cord Ziegenhagen ein. In aller Stille hat die Stadt sich bereits im November unter mehr als zehn Bewerbern für den Mitarbeiter der Regionsverwaltung entschieden.

Urige Pinte mit gediegener Zapfanlage aus Kupfer, Schauplatz historischer Sportlertreffen – das Gilde-Bräu-Eck an der Neustädter Straße hat eine lange Geschichte. Die Wunstorfer Tafel fügt ein neues Kapitel hinzu und eröffnet dort in Kürze ein sozial orientiertes Kaufhaus. Der Plan des Tafelvorstands hat in einer außerordentlichen Versammlung grünes Licht bekommen. Die 30-köpfige Runde stimmte geschlossen für das Projekt.

Das Wunstorf Elements streicht bis auf Weiteres an drei Tagen die Frühschicht im Schwimmbad. Geschwommen werden kann montags, mittwochs und freitags künftig erst ab 15 Uhr.

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