Wunstorfer Auepost

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Kurz vor den Wahlen zum Rat der Stadt im September sind in der jüngsten Sitzung des Gremiums mit Friedhelm Selke (Grüne) und Jan-Frerk Mandel (SPD) zwei Nachrücker verpflichtet worden. Selke nimmt den Sitz ein, den bisher Dustin Meschenmoser innehatte. Auf Mandel geht das Mandat über, das Torben Klant gewonnen hatte.

Die politische Landschaft der Stadt verändert sich: Kaum benennt die erstarkte Linke eine eigene Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 13. September, tritt wie aus dem Nichts das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit vier Bewerbern für kommunale Gremien hervor. Darunter ist mit Christoph Heinrich aus Klein Heidorn eine bekannte Persönlichkeit.

Überraschung vier Monate vor der Kommunalwahl: Mit der Unternehmensberaterin Mona M’Barkiou aus Hannover schickt die Partei Die Linke eine Kandidatin ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Am 13. September haben die Wunstorfer also nach jetzigem Stand die Wahl zwischen zwei Männern und einer Frau.

Die SPD bleibt skeptisch: Internet-Übertragungen der Wunstorfer Stadtpolitik und digitale Sitzungen verursachen hohe Kosten und interessieren wahrscheinlich nur Wenige, heißt es aus der Ratsfraktion zu den Plänen von CDU und Grünen, mehr digitale Transparenz im Stadtrat zu schaffen.

Die „Verkehrswende“ soll nun auch am Steinhuder Meer stattfinden: Die SPD schlägt eine Fußgängerzone für Steinhude vor. Ein entsprechender Masterplan „Steinhude“ ist in Arbeit.

Mehr Transparenz sollen etwa die Stadtratssitzungen in Wunstorf bekommen. Dafür setzt sich nun die CDU ein und greift damit eine ältere Idee der Grünen auf: Sitzungsübertragungen im Internet sollen geprüft werden, eine Entscheidung soll schon in den kommenden Monaten fallen.

Ist der Auftrag zur Planung der neuen Wunstorfer Innenstadt korrekt zustande gekommen? Die Entscheidung soll nun erst am 9. Juni fallen – viel später als erwartet. Die „Freunde der Innenstadt“ ziehen nicht vor Gericht.

Für den Neubau des Wunstorf Elements bekommt Wunstorf vorerst kein Fördergeld – andere Städte sind zuerst dran.

Das Hallenbad im Sommer bleibt auch in Zukunft zu: Es sei eine strategische Entscheidung, das Elements während der Freibadsaison nicht mehr für alle zu öffnen, betonen die Bäderbetriebe Wunstorf – und treten Gerüchten entgegen, es gebe schon wieder Personalprobleme. Beschwerden über die Einschränkung des Saunaangebotes soll es kaum geben.

Wie funktioniert das, wenn die SPD in Wunstorf zum Ideenwettbewerb aufruft? Die Auepost hat es sich angesehen, wie die Mitmachwerkstatt ablief und die Ideen der Bürger gewichtet wurden.

Mehr Mut, auch mal gegen den Strom zu schwimmen, will Kerstin Schwartz-Kallendorf beweisen: Nach 5 Jahren im Ortsrat entscheidet sich die Steinhuderin, künftig als Parteilose für Ort und Stadt zu kandidieren.

Marvin Nowak zieht sich aus der Wunstorfer Kommunalpolitik zurück: Der Chef der Stadtratsfraktion der Grünen bewirbt sich nicht erneut um ein Mandat. In einer internen Erklärung nennt der 37-Jährige ausschließlich private Gründe.

Ende einer Ära: Weber schließt. Aber nur für einen Neustart in Kooperation mit dem Branchenriesen Thalia. Der Verkauf wird für einige Tage unterbrochen, weil neue Technik und Organisation nötig sind. Firmenchef Jan Weber betont die Augenhöhe der Partnerschaft, er bleibt der bestimmende Faktor. Auch Lego ist jetzt im Angebot.

Nur Vereine und Schulen dürfen nach Mitte Mai noch ins Wunstorfer Hallenbad. Um einen ordnungsgemäßen Freibadbetrieb zu gewährleisten, der am 15. Mai startet, muss das „Wunstorf Elements“ gleichzeitig für die breite Öffentlichkeit schließen.

Die AfD Wunstorf hat ihre Kandidatenzahl für die anstehende Kommunalwahl verdoppelt: Zehn Lokalpolitiker möchten für die AfD in den Wunstorfer Stadtrat einziehen.

Es wirkt wie das Ei des Kolumbus in einer vertrackten Situation: Der einst geplante, aber umstrittene riesige Lärmschutzwall am Viongelände wird nicht gebaut. Stattdessen sollen weitere Gebäude selbst den Lärm abhalten.

Die Wunstorfer Politik begrüßt die Einigung im Viongelände-Streit. Aber während die einen Bürgermeister und Verwaltung für den Verhandlungserfolg loben, fragen die anderen: Wieso erst jetzt?

Aus dem früheren Vion-Gelände soll nun das „Quartier Oststadtbogen“ werden: Die Quartiersentwicklung auf der Industriegeländebrache steht vor einem Neustart. Stadt und Investor arbeiten nun wieder zusammen für ein „grünes Vorzeigequartier im Herzen der Stadt mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Gemeinschaft“.

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