Wunstorfer Auepost

Politik & Wirtschaft / Lokalpolitik /

Wofür Wunstorf in den nächsten Jahren Geld ausgibt, darüber hat der Stadtrat das letzte Wort. Nun klärten CDU und SPD mit der Verwaltung, wo es noch Einsparpotential geben könnte. Der Fußgängerzonenumbau wurde auch hier Thema.

Die Regionsversammlung hat grünes Licht für drei neue Dezernenten gegeben: An der Spitze einer der Regionsverwaltungs-Abteilungen steht damit bald auch ein Wunstorfer. Große Kritik gab es nicht seinetwegen.

Die Grünen starten einen Frontalangriff auf Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) und seine parteilose Vertreterin Wiebke Nickel: Die „Stadtspitze hat den Ganztag verschlafen“ und liefere Flickwerk, heißt es in einer Erklärung. Eine aktuelle Drucksache zur Situation nennen die Grünen „Schönfärberei“. Von der SPD kommt Lob, verhaltene Kritik von der CDU.

Die Kritik am weitreichenden Umbau der Fußgängerzone wächst. Werbegemeinschaft und Heimatverein wenden sich nun gemeinsam mit den „Freunden der Innenstadt“ öffentlich gegen Positionen, die der Bürgermeister vertreten hat. Carsten Piellusch gebe Umfrageergebnisse nicht korrekt wieder, hält ihm das Bündnis vor.

Die Freien Wähler wollen die Entwicklungen rund um die Sparkasse „leider kritisch begleiten“ und halten einen Saal für den Rat der Stadt für wichtig. Während also aus der Kommunalpolitik eine weitere Stellungnahme vorliegt, hat die Stadtverwaltung zu Bauantrag und ersten Festlegungen des hannoverschen Bankhauses eine eigene Sichtweise.

Die Kanalisation im Bereich der Innenstadt weist „zahlreiche Schäden“ auf. Das hat die Stadtverwaltung auf Anfrage bekanntgegeben. Aufnahmen von den Schäden sollen „zeitnah“ über die sozialen Medien veröffentlicht werden. Der bedenkliche Zustand von Teilen der Kanalisation ist in jüngster Vergangenheit zu einem der Hauptargumente für die Umgestaltung der Innenstadt geworden.

Die SPD im Ortsrat Blumenau wirft der CDU Blockade und politische Verhärtung vor – weil kein Geld mehr an den KRuG e. V. fließen soll. Bei der CDU reagiert man irritiert: Die SPD habe die Mittelneuverteilung doch einstimmig selbst mitbeschlossen und verfälsche nun den Eindruck von der Ortsratsarbeit.

Das Preisgericht hat bereits entschieden, das Ergebnis, wie die Wunstorfer Fußgängerzone künftig aussehen soll, bleibt aber noch unter Verschluss. Nun wird erst noch der Arbeitskreis ins Leben gerufen, der eine Art Moderationsstelle für die unterschiedlichen Interessen werden soll. Künftige Details der Planungen sollen hier zur Sprache kommen.

Falls das Herz der Stadt zur Groß-Baustelle wird, sollen Mitmachaktionen die „Betroffenheit“ von Anliegern und Nutzern mildern. Dem Beispiel anderer Städte folgend, schlägt die Stadtverwaltung „offene Baustellen“, Baustellen-Partys und Spielangebote für Kinder vor. In der Stadtgesellschaft wächst aber der Unmut.

Eine Anfrage der Grünen bei der Stadtverwaltung offenbart: Steuertechnisch kann man der Stadt derzeit ein X für ein U vormachen – und einen Dackel zum Schäferhund werden lassen. Oder das Tier gleich ganz verschweigen, ohne aufzufallen. Denn die Stadt führt wegen veralteter Daten noch keine Kontrollen durch.

Ein Jahr vor der Kommunalwahl will der Bürgermeister die Struktur des Rathauses ändern. Am Mittwoch kündigte er drei Schwerpunkte an: Ausrichtung auf Zukunftsthemen und bessere Steuerung der Organisationseinheiten sowie Optimierung der „Kommunikation Richtung Politik und Öffentlichkeit“.

Die Gebührensatzung für Sondernutzungen der Fußgängerzone soll geändert werden. Investor Rainer de Groot muss danach nur die Hälfte der ursprünglich fälligen 44.000 Euro für den Bauzaun vor seinem Bauprojekt an der Nordstraße zahlen.

CDU und SPD haben sich bei der Wohnungsbaupolitik in Wunstorf wieder vertragen und finden zu einem großen Kompromiss: Nun sollen alle Ideen von beiden Parteien gleichzeitig zum Zuge kommen.

Die Wunstorfer Grünen werfen dem Bürgermeister und der SPD-CDU-Mehrheitsgruppe Arroganz vor: Jahrelange Warnungen, dass bezahlbare Wohnungen für Normalverdiener in Wunstorf fehlten, seien weggelächelt worden.

Der Barnekreisel-Bau hat den Wunstorfer Süden über ein Jahr lang ausgebremst. Die Bauverwaltung wollte am Mittwoch den Ortsrat Wunstorf informieren, warum das Projekt so lange gedauert hat. Doch das dauerte den Ortspolitikern zu lange – der Vortrag wurde abgebrochen.

Bekommt Wunstorf nun noch eine Mini-Südumgehung? Die Elterntaxis in der Barnestraße sollten drastisch reduziert werden, das Hallenbad nur noch aus Richtung Hanisch-Kreisel erreichbar sein – und die Durchfahrt an der Otto-Hahn-Schule geschlossen werden. Das ist der Rat, den Verkehrsexperten der Wunstorfer Politik gegen den Verkehrskollaps im Barneviertel geben.

Die Pläne der SPD, wie man in Wunstorf viele Wohnungen neu bauen könnte, sehen die Christdemokraten schon jetzt als gescheitert – auch weil sie selbst davon gar nichts wussten.

1.000 neue Wohnungen soll es nach den Plänen der SPD bald in Wunstorf geben. Und zwar vor allem kleine 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen. Dafür soll auch eine eigene Wohnungsbaugesellschaft aktiviert werden. Wohnungstausch soll zudem helfen, weiteren Wohnraum bereitzustellen.

[Anzeigen]
Politische Werbung für CDU-Bürgermeisterkandidat Martin Pavel (Transparenzhinweise)
Politische Werbung der SPD Wunstorf (Transparenzhinweise)
Politische Werbung der Freien Wähler Wunstorf (Transparenzhinweise)
Politische Werbung der SPD Wunstorf (Transparenzhinweise)


Am häufigsten gelesen

Artikelarchiv

Kontakt zur Redaktion

Tel. +49 (0)5031 9779946
info@auepost.de

Auepost auf …